22. Mai 2016

Inkonsequenzen tragen

Ah, ich liebe es wenn ein Plan funktioniert.

Vor knapp einem Jahr hatte ich nicht wirklich ein konkretes Bild über meine vorhandene Garderobe. Einige Kleidungsstücke und vor allem Schuhe (!) waren stets in den oberen, schwer zugänglichen Fächern meines enormen Einbauschranks versteckt (hallo 4 m hohe Decken!), andere in die viel zu kleinen Schubladen gequetscht oder werweißwo im Hausflur verstreut. Ich hatte keinen Plan, und vor allem in der noch immer etwas neuen Umgebung der Managementetage kein Stilbewußtsein für mich selbst. Also habe ich drei Jahre lang immer wieder die gleichen Anzüge und Hemden getragen, kombiniert mit "vernünftigen" Schuhen. Aber wie es nun mal so ist für sehende Wesen: wir werden langsam zu unserer eigenen Reflexion im Spiegel, und irgendwann habe ich mich selbst angeödet.

Statt in alte Muster zu verfallen und alles wieder neu anzuschaffen in der Hoffnung, durch identisches Verhalten ein neues Ergebnis zu erzwingen der Schritt in die andere Richtung. Seitdem fotografiere ich in unregelmäßigen Abständen mein Hab und Gut in unterschiedlichen Koordinaten. Was schon die Alten sungen und immer wieder auf Blogs und in Stilbibeln wiederholten ist einfach wahr: nutze das, was Du hast, und kombiniere es neu.

Soon...

Die letzte Volkszählung hat 22 Altteile und 7 Neuteile ergeben, die übrig sind. Ich bescheiße meine eigene Statistik, dazu aber später. Bei einem Neuteil bin ich mir dazu sicher, daß es erst wieder im Herbst zum Einsatz kommt, soviel Karenzzeit kann ich ihm geben. Die rote Leinenbluse von Uniqlo ganz links hat einen wasserblauen Zwilling, der sich sehr gut geschlagen hat. Gestern war ich auch absolut versucht, rot zu sehen, habe mich aber dann für die knallrote Sandro-Crossbodybag entschieden, die natürlich nicht auf dem Bild ist.

Sand und blau.

Less ist less, und die Farben der Khaleesi warten auf die letzten Tage. Für die Fünf stehen die Chancen sehr gut, die hellblaue Tunikabluse von Zara ist tatsächlich bestickt und ein wundervolles Urlaubsteil. Darunter eine khakifarbene Viskosehose (witziges Wort) von Esprit, das Ding wiegt quasi nichts und ist eine Art Flugzeughose für Indiana Jones-Reisende. 

Zu knapp kalkuliert.

Die Abendtäschchen bangen noch, ich muß mich ranhalten. In diesem Schuhschrank sollten eigentlich meine Freizeitschuhe sein, wenn ich die momentanen Temperaturen anschaue vermisse ich Sandaletten en masse. Die zweite Reihe von unten gehört eigentlich nebenan, einige Businessschuhe kommen wohl noch ins Saisonlager.

Neat 'n' pretty.

Oh, ich liebe diese Tasche. Die Form, die Farbe, der unpraktische Riemen über die Oberseite! Neben ihr ruht das einzige (!) Paar ungetragener Schuhe im ganzen Haus. Nehmen wir uns einen Moment um diese Tatsache zu würdigen. Ich bin stolz auf mich.

Beloved mess.

Kaum zu glauben wie viele Röcke ich habe, noch weniger daß ich alle anscheinend im vergangenen Jahr schonmal anhatte. Das Mustergame ist stark in diesem Schrank, und hin und wieder schleicht sich sogar ein Teil in meinen grausam grau-beige-navyblau-schwarzen Arbeitsalltag.

Oh so stille Wasser.

How to pimp your Arbeitskleidung: man nehme die Hose vom tintenblauen Nadelstreif, ein schwarzes Wasserfalltop mit kurzen Ärmeln und ein Paar Kittenheel-Slings mit Schleife. Hört sich verqueer an, sieht aber aus wie Carrie Bradshaw, als sie sich bei der Vogue um den "Job" beworben hat. Zumindest in meiner Wahrnehmung. Und das reicht mir!

My keeper.

Das dritte Abteil gehört mehr gewürdigt, beherbergt es doch alle Mäntel, die im Moment keiner haben will, und all die Kleider, die ich endlich ausführen muß. Ein Knäuel Sportklamotten zeugt von dem dieswöchigen Versuch, auf den Crosstrainer zu steigen. Ja, Sport hilft angeblich gegen schlechte Laune und Streß. Meine schlechte Laune kommt aber vom Gedanken an Sport, und der Streß vom Wissen, daß ich mich mehr bewegen sollte. Ich bin gescheitert und stolz drauf!

So long...

Das Ende naht, und kurz vor knapp fällt die Bilanz positiv aus, wenn auch nicht ganz. Man sollte meinen, daß der Shopping-Detox neben den ganzen Stil-und-Inspirations-Benefits auch den Effekt hätte, daß mein Konto fett wird. Nunja, nö. Mein Budget ist für diesen und nächsten Monat bereits aufgefressen - und für Juli auch. Bäm! 

Was mich so teuer kommt ist mein Geschmack - Späßle gmacht. Was wirklich Geld kostet ist der Wunsch nach dauerhaften Teilen, nach Qualität. Ich orientiere mich nicht an Trends, vielleicht fehlt mir dazu die Wandlungsfähigkeit. Unter all den Schichten Stoff bin ich immerzu ich, und ich bin der Meinung das gehört so. Wenn ich mich also aufmache, um eine gute schwarze Alltagstasche zu finden, die meine Anforderungen erfüllt, und diese endlich finde, dann gebe ich für sie auch gern mal knapp 300 € aus. Für manche ist das viel zu viel Geld, für manche die Portokasse, für mich ist es mehr als mein Monatsbudget. Aber damit kann ich leben. Entweder spare ich zu anderer Zeit, verkloppe mehr auf Ebay oder leiste Abbitte. Ich muß meine eigene Inkonsequenz tragen - wenn sie mir so gut gefällt und meinen Alltag um so viel angenehmer und schöner macht gerne.

15. Mai 2016

Pharisäer auf Reisen

Berufsbedingt und aus privatem Interesse bin ich relativ viel auf Reisen. Man sollte also meinen, daß ich ein gewisses Reisewissen besitze. Irritierenderweise höre ich nicht auf meine eigenen Ratschläge, die ich so gern verteile. Als Übung, nicht als Strafe, liste ich deshalb meine zehn Tips zum Thema unterwegs in der Welt für mich und das Internetz hier auf:

Statt dem Klischeebild des Eiffelturms - Ranunkeln in Paris!

1. Wenn möglich, Handgepäck! Ausschließlich mit Handgepäck zu reisen ist eine erlernbare Kunst. Wer wartet schon gerne auf seinen großen, schweren, unhandlichen Koffer am Gepäckband und darf bange 10 bis 30 Minuten Angst haben, daß das Ding verloren gegangen ist? Gut, man muß sich mit Beautykram einschränken, aber heutzutage bekommt man überall nachfüllbare Mini-Flaschen, Mini-Tuben und Mini-Schraubdosen, ganz zu schweigen von den Massen an Pröbchen, die sich in den Untiefen des Badezimmerschranks sammeln. Der Rest ist angewandte Klamotten-Kombinatorik, brutale Ehrlichkeit beim Schuhwerk und ein kleines Rei in der Tube.
2. Turnschuhe. No matter what. Gut, auf Businessflügen unangebracht, aber dann tun es ein Paar Oxfords oder Loafer. Trotzdem ist kein auch noch so bequemer Schuh die richtige Ausstattung für eine Stadtbesichtigung zu Fuß oder einen endlos langen Spaziergang die Shoppingmeile rauf und runter. Außerdem kann man den hoteleigenen Fitnessclub nutzen, und was sollte man bei akutem Jetlag nachts um vier besseres tun als eine Runde laufen? Im Büro/Taxi/Flugzeug/Auto sitzt man noch lange genug.
3. Vor langen Spaziergängen Schuhwerk wechseln! Wenn man den ganzen Tag in den Loafern verbracht hat, die so irre bequem sind, trotzdem auf Oxfords wechseln, wenn man den Park vorm Hotel erlaufen möchte. Merke: der Weg ist immer länger als er aussieht (siehe Punkt 2 Turnschuhe).
4. Shoe shine sponge: in vielen Hotels und in ALLEN Businesshotels liegt im Kleiderschrank ein kleiner Schuhputzschwamm, getränkt mit farbloser Schuhcreme. Nutzen! Das Ding poliert die malträitierten Reiseschuhe auf, und wenn wir ehrlich zu uns sind ist das letzte Mal Schuhe putzen doch schon so lange her daß wir uns nicht mehr erinnern können.
5. Platz im Koffer für Souvenirs lassen. Ob nun lokale Spezialitäten, die Ledertasche von Zara die ein lockeres Drittel günstiger war in Spanien oder ein Halbjahresvorrat an fancy Duschgel: es muß Platz im Koffer haben. Das korreliert nicht wirklich mit Punkt 1. Handgepäck, aber klappt wenn man auf dem Rückflug den Koffer aufgibt. Ja, ist eigentlich Beschiß, aber Koffer gehen nach Murphy's Law nie auf dem Heimweg verloren.
6. Immer zwei Wecker stellen. Man schläft besser. Ich traue mir selbst relativ wenig wenn ich schon total übermüdet oder gejetlagged bin. Also zwei Wecker stellen, einen aufm Handy und zusätzlich ein Weckruf von der Rezeption oder der altmodische Digitalwecker auf dem Nachttisch.
7. Peeling und Gesichtsöl. Gehören auf jeden Fall in die Beautybag. Nach einem langen Flug ist die Haut entweder ausgetrocknet oder fettig oder beides, je nach Klima. Das Peeling reinigt und gibt ein sauberes Gefühl, wenn man ewig in der Ubahn gestanden ist. Das Gesichtsöl beruhigt und spendet Feuchtigkeit. Auch gut: Tuchmaske und Gesichtswasser!
8. Sonnenbrille und Pashmina - es reicht auch ein großes Halstuch. Nach einer Nacht im Flugzeug sehe ich immer zerknautscht aus, da verstecke ich mich doch gern hinter der Sonnenbrille und mache einen auf Celebrity. Der Schal wärmt, wenn es kühl wird im Flieger, und kann draußen entweder stylisch vor Wind schützen oder hängt locker vom Hals. Wir sind ja alle Weltbürger.
9. Stadtplan und Wegbeschreibung ausdrucken. Ja, voll analog! Aber wenn Dich Google-Maps oder das Smartphone mitten im einer fremden Stadt im Stich lässt bist Du froh über jeden Hinweis. Vor allem, wenn in besagter Stadt kaum jemand Englisch spricht und Du die Beschriftung der Züge und Busse nicht lesen kannst. Auch dazuschreiben: Adresse des Hotels, wichtige Telefonnummern, Name der Buslinie. Wenn der Akku leer ist ist ein Handy unbrauchbar.
10. Last but not least: clevere Kleidung. Immer dabei in meinem Trolley: eine Uniqlo-Daunenjacke, die ich auf die Größe eines Knirps-Regenschirms zusammenrollen kann. Ein Paar Flugzeughosen (Kordelzug, dunkle Farbe, edler Stoff), ein Paar Schlappen, ein Bikini. Wer weiß, vielleicht hat das Hotel ja einen Pool? Dann hab ich die Wahl zwischen Laufen gehen oder Schwimmen, wenn der Jetlag mich packt...


Gute Reise!

8. Mai 2016

Zehn zu neunundzwanzig

Tempus fugit. Mein Experiment ist bald vorbei, und dankenswerterweise wird die Kleiderstange wie auch das Regal immer leerer. Bei der letzten Zählung der verbliebenen Teile stand es zehn zu neunundzwanzig: zehn neue Kleider, Hemden, Taschen, Schuhe, die ebenso um meine Aufmerksamkeit buhlen wie neunundzwanzig Kleidungsstücke, welche noch aus ihrem Schneewittchenschlaf wachgeküßt werden wollen bevor der lange Winter kommt.
Ick freu mir!

Mal sehen: da warten zwei Maxikleider auf den Sommer und die Zeit, in der ich wieder Kampfgewicht (= Bikinifigur) erreicht habe. Zwei leichte Etuikleider, ein Wickelkleid,zwei ärmellose Seidentops und ein beigefarbener Trenchcoat, der mir wundersamerweise inzwischen wieder passt. Um diese Stücke mache ich mir keine Sorgen. Komplizierter wird es bei den Röcken, die da noch hängen, sind sie doch eher Herbstware. Hm, es müssen halt auch Späne fallen.

The rest of them.

Nicht im Bild sind die vielen Mützen, welche ich rausgeschmissen habe. Mir reicht mit hoher Wahrscheinlichkeit das eine Exemplar, das irgendwann im Januar mal zum Einsatz kam. Ein paar Tops und Hemden mußten gehen, wenn man nur lange genug auf einen Kleiderstapel starrt merkt man irgendwann, was man nicht leiden kann. Auf die Sachen hier freue ich mich aber, vor allem auf das Halstuch mit dem seltsamen Muster und das Pailettenbarett!

Take me there!

Dieses Foto sagt mir, daß ich bis Ende Juni dringend noch viermal ausgehen muß... vielleicht spiegelt die Ansammlung an kleinen Abendtaschen meine Sehnsucht wieder, die Abende seltener mit Wäsche waschen und Amazon Prime zu verbringen und stattdessen auf etwas zu hohen Schuhen von einer Bar zur nächsten zu stöckeln. Tja, kauf Dir ein Haus am Stadtrand und schon fängst Du an, spießig zu werden...


The full picture.

Bei den sommerlichten Temperaturen kamen die Sandalen von Unisa schneller zum Einsatz als gedacht, und sie haben nicht enttäuscht. Ein Gefühl als ob man auf einem Wildlederkissen läuft. Wobei ich noch nie auf einem Wildlederkissen gelaufen bin. Ich glaube das gibt's gar nicht, Wildlederkissen. Fensterschwämme, die macht man aus Wildleder. Aber "auf einem Fensterlederschwamm laufen" hört sich mal richtig dämlich an. Ich schweife schon wieder ab. Die Hitze. Besser ich trinke noch ein Radler, mit irgendwas muß ich den Gin Tonic von eben verdünnen...

Future on top.

Neat, fein säuberlich die Alltagsparade. Wer genau aufgepaßt hat sollte bemerken daß die schwarzen spitzen hohen Pumps kleinlaut ins andere Abteil gewandert sind. Ich hatte sie einen halben Tag im Büro an (ein Paar Ballerinas zum Cheaten in der Handtasche dabei) und war froh, als ich wechseln konnte. Und das lag nicht ausschließlich an dem Spaziergang, den eine Kollegin während der Mittagspause über den nächsten Feldweg machen wollte! Ja, die Vorteile daran, in der Provinz zu arbeiten. Blühende Felder, Omas mit Kopftuch verkaufen Erdbeeren an der Straße und manchmal stinkt es nach Landwirtschaft. Immerhin findet man leicht einen Parkplatz.

Leichtes Durcheinander.

Die Hitze macht träge - wenn ich ehrlich bin macht mich so ziemlich alles träge, scheint mein Grundzustand zu sein - und ich hab mich bisher nicht aufgerafft, den Konflikt zwischen den Handtaschen und den Hosen zu befrieden, welchen jene Parteien seit einer Weile auf dem Ablagebrett im linken Kleiderschrank ausfechten. Ach, verschieben wir's auf morgen.

Wait for it...

Was freu ich mich darauf, die knallrote Leinenbluse in dieses neutralfarbene Einerlei zu knallen! Bäm! Wie der rote Lippenstift in einem schwarzen Outfit! Wie der türkisfarbene Nagellack auf gebräunten Händen! Ich glaub ich brauch Urlaub!

The forgotten world.
Eigentlich fies, aber das Abteil wird nicht mehr gebraucht. Momentan will keiner Mäntel tragen, und die hierhin verbannten Anzüge kommen erst in einigen Wochen zum Einsatz. Obendrin sind Winterschuhe, eigentlich könnte das ganze auch auf den Dachboden. Da leben allerdings die Siebenschläfer, und denen traue ich nicht.

Wenn ich auf den Kalender schaue bleiben gerade mal etwas mehr als sieben Wochen Zeit, um die verbliebenen 29 Teile zu tragen und so vorm Exitus zu retten. Das sind zwar nur ungefähr vier pro Woche, da aber unter anderem ein bodenlanges Seidenkleid und eine Discokugel-Clutch darunter sind wird die Aktion doch eine ziemliche Herausforderung. Dem Ende so nahe wundern mich trotzdem einige Details:

- trotz stetem Zustrom passen immer noch alle meine Kleidungsstücke in die drei Schrankabteile. Das kann nur bedeuten, daß sich die Abgänge in einer ähnlichen Größenordnung aufhalten. Was ich aussortiere fotografiere ich nicht oder nur selten, da ich eigentlich keinen Bildbeweis meiner ehemaligen, schlechten Entscheidungen brauche. Alternativ könnte sich auch im Rücken des Kleiderschranks ein schwarzes Loch befinden. Ich habe jedoch keine Schwankungen der Gravitation wahrgenommen, seit wir hier wohnen. Also eher unwahrscheinlich.

- die Bedenken sind weg, ich könnte etwas Tolles aussortieren oder übriglassen. Ich war der Ansicht, diese Geisteshaltung sei ein Fazit, eine Art Teilnahmeurkunde, die ich am Ende des Experiments erhalte. Scheint so, als lernt man wirklich fürs Leben, auf dem Weg.

- da sind noch tolle Teile auf der Stange - und ich freu mich auf sie genauso wie auf das, was im Schrank hängt! Vielleicht liegt es auch am schönen Wetter die letzten Tage, aber diese Woche stand ich ausnahmslos vorm Schrank und dachte "ich weiß echt nicht, was ich anziehen soll - ich hab Lust auf alles!"

Schöne Sache. Stay tuned!






1. Mai 2016

Griff ins Klo

Endlich wieder Müll!

Duften wie ein Klostein.

dusch das Duschgel limette&minze: auf irgendeinem Blog begeistert empfohlen für die wärmeren Tage, war die Sorte in meiner lokalen Müller-Drogeriefiliale ausverkauft. Und ich dachte, das sei ein gutes Zeichen und habe das Zeug bei der nächsten Gelegenheit mitgenommen, auch wenn ich der Ansicht war es sah etwas nach Toilettenreiniger aus. Am Ort des Geschehens, der Dusche, stellte ich dann fest, daß es nicht nur so aussieht, sondern auch die Konsistenz und den Geruch desselben hat. Raus mit dem Mist!
& other stories Frozen Verbena Body Scrub: das komplette Gegenteil ist dieses wirklich und warhaftig nach Mojito duftende Körperpeeling, das wunderbar reinigt und einen zarten Schaum erzeugt, ewig hält und sogar etwas Feuchtigkeit spendet. Eine winzige Menge reicht aus, so relativiert sich für mich der Kaufpreis von 9 Euro. 
Nivea fresh flower Deo ohne Aluminium: auf einem anderen Blog (oder demselben?) als wirkungsstark beschrieben kann ich nur sagen, daß dieses Deo wiederholt versagt hat. Und das bei relativ kühlen Temperaturen bereits. Die Suche nach einem tauglichen Deo ohne Aluminium hält also an, und ich sehe noch kein Land in Sicht.
Le petit marseillais Duschgel huile de noisette: roch wirklich lecker nach Haselnußsirup, passte so besser in die kalte Jahreszeit, und hat einen wunderbaren feinen Schaum erzeugt. Immerhin ist die französische Grenze nicht allzu weit, also kann ich bald meinen Vorrat wieder auffüllen.
innisfree Konjac Peelingschwamm: nach drei Monaten muß der Schwamm das Zeitliche segnen, ein neuer ist schon im Einsatz. Als ich ihn das erste Mal benutzt habe dachte ich noch, das Ding tauge nichts, denn außer einem sanften Streicheln habe ich nichts auf dem Gesicht gespürt. Beim Eincremen dann die Sensation: glatte Haut ohne ein einziges Hautschüppchen. Und das ohne die geringste Reizung der Gesichtshaut. Nachdem ich mechanische Peelings verworfen hatte (hallo Origins und Clinique) und mir die chemischen nie ganz geheuer waren (Rival de loop und Korres...) bin ich begeistert und beobachte ängstlich, ob innisfree den Schwamm auch im Sortiment hält. Gehortet habe ich einen Jahresbedarf...
innisfree Tuchmasken green tea und aloe vera: beide toll, strotzen vor Feuchtigkeit, und vor allem die Maske mit grünem Tee riecht herrlich. Ich hab immer einen Vorrat da.
Catrice Eyebrow Pen aus einer LE: hat insgesamt sicher sechs Wochen gehalten, ich bin nicht sicher ob das lange ist. Was ich nicht verstehe: warum nimmt Catrice das Produkt nicht ins Standardsortiment auf? Das wäre ein Bestseller!

24. April 2016

Well well well...

Tempus fugit, und mit ihr die Teile auf meiner Kleiderstange. Vor knapp vier Wochen habe ich, völlig frühlingsgefühlbesoffen, bereits die leichten Kleider und Tops rausgeräumt. Heute soll es schneien. Super gelaufen mal wieder.

Was vom Winter übrig blieb...

Das Foto zeigt, was eventuell den Sprung in den Kleiderschrank nicht mehr schaffen wird, da der Winter außer einem kleinen Intermezzo kommende Woche hoffentlich erstmal vorüber ist. Bis auf den schwarzen Lederrock sind es eigentlich keine Kleidungsstücke ausschließlich für die kalte Jahreszeit, aber ich trage dunkle Kleidung nunmal eher wenn die Tage kürzer sind. Wie wohl die Mehrheit der Menschheit. 

...plus die ungetragenen Sommerkleider...

Addiert man die noch ungetragenen Sommerkleider dazu ist die Stange doch wieder ganz gut belegt. Zur Erinnerung: die Sachen müssen bis Ende Juni getragen worden sein, sonst müssen sie weichen. Bei den taupefarbenen Stiefeln habe ich Sorgen, daß das wirklich nichts mehr wird, bei der roten Schultertasche nicht. Auch das bodenlange Seidenkleid war noch nie im Einsatz, aber ich werde es mit Zähnen und Klauen verteidigen! Und wenn ich es zum Wochenmarkt trage! Stil ist eine Geisteshaltung.


Waiting for the world to change.

Tadah, die Neuankömmlinge. Drei Paar Sandalen, ärmellose Hemden und Kleider mit unterschiedlicher Armlänge von 4/4 bis -1/2. Das schwarzweiße Spaghettiträgerkleid von Zara ist eigentlich ein alter Bekannter, nur habe ich beschämenderweise eine Weile lang nicht reingepasst... eine ziemliche Weile. The times are a-changing.

Sommer- versus Winterpalast.

Woot-woot, der Kaschmirschal neben dem Batiktop sieht wirklich dämlich aus. Ganz links die letzten Überbleibsel gegen Eis und Schnee, Mitte und rechts die hauchdünnen Textile für sengende Hitze und die gelegentliche salzige Brise. Noch habt ihr zwei Monate.

Glitzernde, lackierte und samtige Handzierde.

Die letzten Taschen, klassisch neben ausgetickt, und trotzdem freue mich auf bei allen gleichermaßen auf ihren Einsatz. Ob in die kleine wohl mein Handy reinpasst? Sie war seit der Zeit der Klapphandys nicht mehr im Einsatz. Oh, ich will wieder ein Klapphandy, das hatte einfach Style. Motorola RAZR, anyone?

Domino-Anschlußbild.

Platz im Schuhschrank für die beiden Sneaker, die sich im Haus rumtreiben. Ich dachte eigentlich, daß 32 aktive Paare nie im Leben reichen für die Auswahl, die ich gern hätte. Pustekuchen, anscheined komme sogar ich mit weniger aus. Die taupefarbenen Nietenpumps von Zara durften letzte Woche wieder ihren verschlungenen Weg auf dem Kopfsteinpflaster der Innenstadt suchen, und ich bin beeindruckt daß ich auch nach drei recht heftigen Cocktails noch grazil Richtung Mitfahrgelegenheit gestöckelt bin.

Managers just wanna have fun.

Neu im Kreise das dunkelbraune Loaferpaar Mitte unten rechts (?) von Esprit. Merke: wenn Du neue, flache Schuhe hast, die aber spitz zulaufen, sind Deine Füße BEDEUTEND länger als Du denkst. Wenn schon die Treppe hochfliegen dann zu Hause, nicht in der Firma. Wer will schon Zeugen.

Behold the Mittelkonsole.

Was drin steht ist schön, aber diese häßliche Öffnung in der Rückwand macht den Teil des Kleiderschranks eigentlich unfotografierbar. Die schwarze Ledertasche ist Ebay zum Opfer gefallen, ich bin aber froß daß sie weg ist, sie hat mich genervt. Einen Ersatz habe ich schon gefunden, und freue mich jeden Tag daran. Das ist auch besser, bei dem Geld das ich dafür ausgegeben habe...

Gemustert, gemuster, gemustert sind alle meine Kleider...
Was man so alles über sich lernt bei einem Garderobenexperiment:

- ich mag kleine Muster
- ich mag abstrakte, geometrische Mster
- ich komme mit feinen Streifen nicht klar
- ich kann kein weiß tragen, außer ich habe ein absolutes Minimum an Farbe abbekommen
- ich habe mit den Jahren eine Nulltoleranz gegen Polyester bei Oberteilen entwickelt
- in meiner Freizeit bin ich gern als Hippie oder 70er-Chick unterwegs

All work and no play.

Ich suche hier den Hippie und die 70er vergeblich, dabei könnte ich letztere sicher irgendwie in mein work attire einschmuggeln. Immerhin ist hier eine ockerfarbene Hose dazugekommen, auf die mich meine Kolleginnen schon angesprochen haben. Das nehme ich mal als gutes Zeichen mit.

Yello!

Der gelbe Bouclémantel, meistbegehrtes Teil in meiner Garderobe (wenn ich die Kommentare von Besuchern bedenke) war tatsächlich im Einsatz. Gerade bei ihm bin ich sehr verwundert, wie lange es gedauert hat, springt einem die Farbe doch sofort ins Auge. Im Oberstübchen habe ich entrümpelt und die selten genutzen Sportklamotten (Softshell-Jacke, Bergsteigerhose, Langlaufequipment, Regenjacke) in den Keller zu den Skischuhen und dem Kletterzeug gebracht. Wenn ich mal wieder in die Loipe will ist es praktisch, alles ist bereits am gleichen Platz versammelt.

Wie geht's jetzt weiter? Noch zwei Monate, dann ist Sabbath sozusagen. Was bis dahin nicht rein ist in die Kartoffeln muß streng nach Regeln weg. Viel ist es nicht mehr, ich sortiere aber auch immer mal wieder aus, wenn ich ein Teil wiederholt mit Mißmut betrachte. Wenn man alles ungetragene ständig vor sich sieht kristallisiert sich relativ bald heraus, was man wirklich von dem Zeug hält. Habe ich Angst, daß die Gelegenheit zum Auftragen nicht mehr kommt, oder nervt mich der Anblick irgendwann, weil die Kombinationsmöglichkeit fehlt oder das Teil nicht richtig passt oder weil die Qualität einfach Scheiße ist?

Ich lasse mich auch wieder zu einem Zwischenfazit hinreißen: diesen Monat habe ich nur zwei ärmellose Tops gekauft, die ich im Büro tragen werde. Letzten Sommer waren irgendwann drei Teile in heavy rotation, weil ich mitten in der Hitzewelle beschlossen habe, daß ich meine Bottom-Down Kurzarmhemden überhaupt nicht leiden kann. Die neuen beiden sind außerdem in leuchtenden Farben, weil meine Arbeitsgarderobe auch gut als Camouflage-Spektrum für den urbanen Dschungel dienen könnte. Fifty shades of neutral. Würgs.

Ansonsten war: nichts. In meinem Polyvore liegen ein paar Teile auf Wiedervorlage, aber im Moment habe ich keine Motivation, sie herzuordern. Bei einem Mädel auf Youtube habe ich eine rote Crossbodybag gesehen und verstanden, daß ich sowas schon ewig will und mir eine kleine bunte Umhängetasche schmerzlich fehlt - was ich bereits habe ist ausschließlich schwarz. Aber auch dafür habe ich Zeit. Fühlt sich extrem gut an.








28. März 2016

Sammelprojekt

Auch der Müll scheint Zyklen unterworfen zu sein, jedenfalls war die Menge im Februar so wenig daß sie des Fotografierens nicht wert war. Der März lief besser - bitteschön:

Lang- und Kurzstreckenläufer.

- l'Oreal Everpure Farbpflege-Shampoo: riecht gut und hat auch mal toll gepflegt, aber ich hatte den Eindruck es hatte sich in der Konsistenz verändert. Mein Fehler, eine offene Flasche Shampoo sollte man nicht monatelang aufbewahren.
- Guhl Volumenspülung blauer Lotus: funktioniert nicht bei langen Haaren. Punkt.
- & other stories Flanell Body Lotion: meine liebste Bodylotion für den Winter, ein sehr zarter und vornehmer Duft und eine tolle Pflegewirkung. So ergiebig, daß ich Probleme habe sie aufzubrauchen.
- innisfree Sheet Mask rose: eine meiner drei Favoriten, pflegt die Haut wunderbar zart und duftet auch noch toll. Immer wieder gerne.
- Creme 21 Shower Gel Orange&Lime: roch ganz ok und hat auch schön geschäumt, aber hat keine vier Wochen gehalten. Whut?
- Soap & Glory The righteous butter: sehr reichhaltig und deshalb nur im Winter nutzbar, riecht aber himmlisch und hält auch ewig. Werde ich vermissen, denn inzwischen kommt man in D nicht mehr an das Zeug ran.
- Cien Handcreme Milch&Lavendel: ein Geschenk einer Arbeitskollegin, hat wunderbar gerochen, toll gepflegt und den ganzen Winter gehalten. Erinnert mich ein wenig an das Pendant von l'Occitane, riecht aber viel süßer.

26. März 2016

Zufallszahlengenerator

Tja, zäher wirds nicht. Auf der Stange hängen noch fünf - in Worten fünf - Teile, die ich prinzipell zur Winterware zähle. Naja, die Mäntel eigentlich nicht. Und die beiden Röcke könnte man auch im Sommer tragen. Und die Jeansjacke auch, solange man den Fellkragen abnimmt. Wie man sieht geht hier nichts mehr.

The last Kleiderbügel is the hardest.


Was andererseits gut ist, denn ich habe bereits auf Frühling umgestellt. Also, zumindest meinen Schuhschrank:

Smee again...

Ahh, meine Businessschuhe in all ihrer beigebraunschwarzblauen Eleganz. Ein Paar liegt im Beifahrerfußraum und wird es eventuell nicht schaffen, weil ich mich Donnerstag total darüber geärgert habe. Ein weiteres habe ich an und ein drittes wartet noch in seiner neuen Schuhschachtel auf seinen ersten Einsatz. Ja, ich war nicht erfolgreich im Antishopping...

...goan fun yourself.

Das ist der just in case-Schuhschrank: ganz unten für Stiefelettenwetter ausgelegt (fast jedenfalls), darüber für trockenes Frühlingswetter, dann für dasselbe an einem Wochenende und ganz oben für Party oder superöde Arbeitstage.

Kleines Intermezzo: ich habe meine komplette Schuhsammlung am letzten Wochenende ausgebreitet (es gibt keine Beweisfotos von der Aktion) und mal kurz überschlagen: im Herbst/Winter halte ich 28 Paar Schuhe vor, im Frühjahr/Sommer sind es 32 Paar. Das sind schon 60 Paare, für ein bißchen Puffer rechne ich mir 15 Paar dazu und komme dann auf 75 Paar Schuhe. Das ist großzügig, aber noch nicht geisteskrank. Nach dieser Bedarfsermittlung, und unter dem Wissen vier neue Paar Schuhe schon unter der Kleiderstange stehen zu haben ging es dann ans Aussortieren und Zählen.

Verwirrt habe ich festgestellt daß ich so auf 70 Paar komme - ohne die neuen und ohne die sechs Paar, die da noch auf Aufnahme hoffen.
Also habe ich die Gruppe der sechs erstmal auf die Hälfte runtergestutzt.
Das war ja einfach.

Nächste Gedanke:dasselbe sollte ja auch für Taschen funktionieren. 20 Handtaschen dürften mir reichen, dazu 10 Ausgehtaschen. Also alles munter rausgeräumt und angefangen zu dezimieren...

Taschen sind anscheinend nicht so leicht auszusortieren. Sie kneifen nicht oder haben die falsche Absatzhöhe. Die Sohle ist nie rutschig. 

Nun, ein paar sind nichtsdestotrotz auf Ebay gelandet und sammeln da gerade noch mühsam einen Euro nach dem anderen. Die so freigewordenen Plätze sind allerdings schon wieder belegt und versauen mir meine Monatsstatistik. Und zwar gewaltig. Trotzdem: ich bereue nichts!

Weiter im Takt.

Mittelkonsole, etwas aufgeräumter. Nur noch drei "Arbeitstaschen", die Sonnenbrillen schön übersichtlich, dazu zwei Abendtäschchen und meine fünf Armbanduhren - alle ohne funktionierende Batterie. Scheine das Tragen einer Armbanduhr nicht zu vermissen.

Gedanklich noch im Winter.

Das karierte Flanellhemd kommt nach dem nächsten Waschgang direkt in die Klamottenkiste für das Winterhalbjahr, und dann muß hier dringend auf Frühling umgestellt werden. Das Taschen-unten-Pullis-und-Tshirts-oben-System gefällt mir irgendwie auch nicht. Das ist wie Sokoban spielen, wenn der Raum einfach zu klein oder falsch geschnitten ist.

Langeweile auf Bügeln.

Grau, blau, schwarz, ich kann meine Arbeitsgarderobe wirklich nicht mehr ertragen. Alles langweilt mich, immer in Neutralfarben, immer im Anzügen. Woher bekomm ich einen Powersuit in leuchtendem Violett? Eine Seidenbluse mit Ethnomuster? Tipps werden gerne angenommen!

Nope.
Da geht kein Tshirt mehr rein. Die Garderobenhaken an der Haustür sind voller Mäntel. Wtf?

Da warens nur noch ein Meter sechzig.

Endlich mal gute Neuigkeiten, die Restbestände auf den Brettern werden weniger. Es sind ja auch nur noch drei Monate bis Ultimo. Links im Bild hat sich sogar etwas Wäsche mit aufs Bild geschmuggelt, die ich noch einräumen muß. Rechts eine kleine Sammlung von Abendtäschchen, in der Mitte neue Socken. Auch sowas braucht man ab und zu.

New in, new in!

Zum Abschluß des heutigen Posts die altbekannte Perspektive. Mit dabei meine neue Tasche, ein neues Cocktailkleid und vier verschlossene Schuhschachteln. Für all das muß ich noch Ware auf Ebay loswerden, um die Moral zu erhalten, Platz im Kleiderschrank zu schaffen und ein paar einsame Euros in meine Bilanz aufzunehmen.Von den neun (!!!) Taschen die ich aussortiert habe verabschiede ich mich gern für diese eine, die ich kaum erwarten kann zu tragen.