24. April 2016

Well well well...

Tempus fugit, und mit ihr die Teile auf meiner Kleiderstange. Vor knapp vier Wochen habe ich, völlig frühlingsgefühlbesoffen, bereits die leichten Kleider und Tops rausgeräumt. Heute soll es schneien. Super gelaufen mal wieder.

Was vom Winter übrig blieb...

Das Foto zeigt, was eventuell den Sprung in den Kleiderschrank nicht mehr schaffen wird, da der Winter außer einem kleinen Intermezzo kommende Woche hoffentlich erstmal vorüber ist. Bis auf den schwarzen Lederrock sind es eigentlich keine Kleidungsstücke ausschließlich für die kalte Jahreszeit, aber ich trage dunkle Kleidung nunmal eher wenn die Tage kürzer sind. Wie wohl die Mehrheit der Menschheit. 

...plus die ungetragenen Sommerkleider...

Addiert man die noch ungetragenen Sommerkleider dazu ist die Stange doch wieder ganz gut belegt. Zur Erinnerung: die Sachen müssen bis Ende Juni getragen worden sein, sonst müssen sie weichen. Bei den taupefarbenen Stiefeln habe ich Sorgen, daß das wirklich nichts mehr wird, bei der roten Schultertasche nicht. Auch das bodenlange Seidenkleid war noch nie im Einsatz, aber ich werde es mit Zähnen und Klauen verteidigen! Und wenn ich es zum Wochenmarkt trage! Stil ist eine Geisteshaltung.


Waiting for the world to change.

Tadah, die Neuankömmlinge. Drei Paar Sandalen, ärmellose Hemden und Kleider mit unterschiedlicher Armlänge von 4/4 bis -1/2. Das schwarzweiße Spaghettiträgerkleid von Zara ist eigentlich ein alter Bekannter, nur habe ich beschämenderweise eine Weile lang nicht reingepasst... eine ziemliche Weile. The times are a-changing.

Sommer- versus Winterpalast.

Woot-woot, der Kaschmirschal neben dem Batiktop sieht wirklich dämlich aus. Ganz links die letzten Überbleibsel gegen Eis und Schnee, Mitte und rechts die hauchdünnen Textile für sengende Hitze und die gelegentliche salzige Brise. Noch habt ihr zwei Monate.

Glitzernde, lackierte und samtige Handzierde.

Die letzten Taschen, klassisch neben ausgetickt, und trotzdem freue mich auf bei allen gleichermaßen auf ihren Einsatz. Ob in die kleine wohl mein Handy reinpasst? Sie war seit der Zeit der Klapphandys nicht mehr im Einsatz. Oh, ich will wieder ein Klapphandy, das hatte einfach Style. Motorola RAZR, anyone?

Domino-Anschlußbild.

Platz im Schuhschrank für die beiden Sneaker, die sich im Haus rumtreiben. Ich dachte eigentlich, daß 32 aktive Paare nie im Leben reichen für die Auswahl, die ich gern hätte. Pustekuchen, anscheined komme sogar ich mit weniger aus. Die taupefarbenen Nietenpumps von Zara durften letzte Woche wieder ihren verschlungenen Weg auf dem Kopfsteinpflaster der Innenstadt suchen, und ich bin beeindruckt daß ich auch nach drei recht heftigen Cocktails noch grazil Richtung Mitfahrgelegenheit gestöckelt bin.

Managers just wanna have fun.

Neu im Kreise das dunkelbraune Loaferpaar Mitte unten rechts (?) von Esprit. Merke: wenn Du neue, flache Schuhe hast, die aber spitz zulaufen, sind Deine Füße BEDEUTEND länger als Du denkst. Wenn schon die Treppe hochfliegen dann zu Hause, nicht in der Firma. Wer will schon Zeugen.

Behold the Mittelkonsole.

Was drin steht ist schön, aber diese häßliche Öffnung in der Rückwand macht den Teil des Kleiderschranks eigentlich unfotografierbar. Die schwarze Ledertasche ist Ebay zum Opfer gefallen, ich bin aber froß daß sie weg ist, sie hat mich genervt. Einen Ersatz habe ich schon gefunden, und freue mich jeden Tag daran. Das ist auch besser, bei dem Geld das ich dafür ausgegeben habe...

Gemustert, gemuster, gemustert sind alle meine Kleider...
Was man so alles über sich lernt bei einem Garderobenexperiment:

- ich mag kleine Muster
- ich mag abstrakte, geometrische Mster
- ich komme mit feinen Streifen nicht klar
- ich kann kein weiß tragen, außer ich habe ein absolutes Minimum an Farbe abbekommen
- ich habe mit den Jahren eine Nulltoleranz gegen Polyester bei Oberteilen entwickelt
- in meiner Freizeit bin ich gern als Hippie oder 70er-Chick unterwegs

All work and no play.

Ich suche hier den Hippie und die 70er vergeblich, dabei könnte ich letztere sicher irgendwie in mein work attire einschmuggeln. Immerhin ist hier eine ockerfarbene Hose dazugekommen, auf die mich meine Kolleginnen schon angesprochen haben. Das nehme ich mal als gutes Zeichen mit.

Yello!

Der gelbe Bouclémantel, meistbegehrtes Teil in meiner Garderobe (wenn ich die Kommentare von Besuchern bedenke) war tatsächlich im Einsatz. Gerade bei ihm bin ich sehr verwundert, wie lange es gedauert hat, springt einem die Farbe doch sofort ins Auge. Im Oberstübchen habe ich entrümpelt und die selten genutzen Sportklamotten (Softshell-Jacke, Bergsteigerhose, Langlaufequipment, Regenjacke) in den Keller zu den Skischuhen und dem Kletterzeug gebracht. Wenn ich mal wieder in die Loipe will ist es praktisch, alles ist bereits am gleichen Platz versammelt.

Wie geht's jetzt weiter? Noch zwei Monate, dann ist Sabbath sozusagen. Was bis dahin nicht rein ist in die Kartoffeln muß streng nach Regeln weg. Viel ist es nicht mehr, ich sortiere aber auch immer mal wieder aus, wenn ich ein Teil wiederholt mit Mißmut betrachte. Wenn man alles ungetragene ständig vor sich sieht kristallisiert sich relativ bald heraus, was man wirklich von dem Zeug hält. Habe ich Angst, daß die Gelegenheit zum Auftragen nicht mehr kommt, oder nervt mich der Anblick irgendwann, weil die Kombinationsmöglichkeit fehlt oder das Teil nicht richtig passt oder weil die Qualität einfach Scheiße ist?

Ich lasse mich auch wieder zu einem Zwischenfazit hinreißen: diesen Monat habe ich nur zwei ärmellose Tops gekauft, die ich im Büro tragen werde. Letzten Sommer waren irgendwann drei Teile in heavy rotation, weil ich mitten in der Hitzewelle beschlossen habe, daß ich meine Bottom-Down Kurzarmhemden überhaupt nicht leiden kann. Die neuen beiden sind außerdem in leuchtenden Farben, weil meine Arbeitsgarderobe auch gut als Camouflage-Spektrum für den urbanen Dschungel dienen könnte. Fifty shades of neutral. Würgs.

Ansonsten war: nichts. In meinem Polyvore liegen ein paar Teile auf Wiedervorlage, aber im Moment habe ich keine Motivation, sie herzuordern. Bei einem Mädel auf Youtube habe ich eine rote Crossbodybag gesehen und verstanden, daß ich sowas schon ewig will und mir eine kleine bunte Umhängetasche schmerzlich fehlt - was ich bereits habe ist ausschließlich schwarz. Aber auch dafür habe ich Zeit. Fühlt sich extrem gut an.








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