29. Dezember 2015

Empties und Kaputties

Manche ungeliebten Pflege- und Schminkprodukte nehmen uns die Bürde des Aufbrauchens ab, indem sie einfach kaputtgehen. Danke dafür, das erlöst mich auf dem Teufelskreis des stupiden Konsumenten:

Ich mag das nicht!
Aber ich hab Geld dafür bezahlt.
Und es hat Ressourcen gefressen.
Wegwerfen wäre dekadent.
Und früher hatten wir ja nix.
Ich werde es aufbrauchen.
Jedesmal, wenn ich es benütze, denke ich:
Ich mag das nicht!

Der Loop wird endlich unterbrochen, wenn das Zeug leer ist. Als Katharsis darf man dann ein Empties-Foto auf seinem Blog posten und selig darüber meditieren. Sind wir nicht alle ein bißchen sehr dämlich?

Leer oder bäh.

Biotherm Lait corporel: stammt noch aus den Zeiten, in denen ich bei Douglas die Goodie-Codes voll ausnutzen wollte. Inzwischen hasse ich das Wort Goodie leidenschaftlich, genauso wie das türkise D. Die Flasche ist also fast fünf Jahre alt und endlich leer, Pflegewirkung ist gut, keine Frage, aber wer zahlt ernsthaft 20 Euro für eine Körperlotion? Ich sollte mich schämen und tue das jetzt ausgiebig.

Dove DermaSpa Körperlotion Probe: pflegte gut und zog schnell ein, riecht für mich etwas seltsam. Schön, brauch ich nicht!

Innisfree Tuchmaske Manuka Honey: ich liebe die Tuchmasken, war gespannt auf die mit Honig. Irgendwie roch sie nach Alkohol, auch wenn sie gut gepflegt hat stört mich das. Immerhin, eine Variante gefunden die ich nicht mag.

Maybelline Fit me Concealer: noch nicht leer, sieht aber inzwischen ekelhaft aus. Seit ich ihn mit einer RealTechniques Blending Brush auftrage finde ich ihn sogar noch besser, tolles Produkt für wenig Geld! Schon nachgekauft.

JoliFin Nagelhaut-Entferner: tut seinen Job nicht und ist laut Warnhinweisen ungefähr so gesundheitsschädlich wie Arsen. WTF? War in einem Tauschpaket, jetzt weiß ich wieso. Ab in den Eimer - oder muß ich das Zeug zur Gefahrstoffsammelstelle bringen?

Rodial Glam Balm Lip: riecht inzwischen ranzig. Die Tube war bei Erhalt halb voll, ein Riesennepp. Warum sollte man sich das nochmal anschaffen? Wäre es nicht in einer dieser Aboboxen gewesen, um die sich freizeitkranke Konsumgläubige kloppen, ich hätte es nie angeschafft. Schön daß der Balm seine Wertigkeit bewiesen hat.



Das Endziel dieser Übung ist, daß ich eines fernen Tages eine leere Shampooflasche einfach wieder in den Müll werfen kann, ohne sie vorher zu fotografieren...

27. Dezember 2015

Enger werdende Kreise

Das Jahresende naht, und da ich am Monatsletzten wahrscheinlich sehr beschäftigt sein werde und am Monatsersten sehr matschig nutze ich den Sonntag um ein Jahresfazit in der Halbzeit meines Experiments zu ziehen. Kurzfassung: beste Idee ever! Und nun die bebilderte Langfassung.

Vorweg ein kleines Bild, um die momentane Lage zu zeigen:

Whoa!

Jepp, wir liegen in den letzten Zügen. Sechzehn Kleiderbügel hängen noch auf der Stange, vier Paar Pumps stehen davor, zwei Paar Stiefel daneben und auf dem Gitter und überall sonst verteilen sich vier Handtaschen. Drei neue Sachen warten auf Ausgang, darunter eine sinnfreie, aber wunderschöne Glitzerhandtasche von Zara und ein beigefarbenes Etuikleid desselben Herstellers. Dazu noch ein Paar schwarze spitze Pumps von Mango. Nicht zu fassen, der senfgelbe Mantel wartet immer noch auf seinen Einsatz. 

Bei einigen Teilen wundert es mich, daß sie noch dahängen, andere sind wiederum Ausgehklamotten die nur zu bestimmten Anlässen ausgeführt werden. Dieser weiße Kleiderständer von Ikea hat mich übrigens gerade mal 15 Euro gekostet, das Ding hat sogar Rollen und kommt sicher immer mal wieder zum Einsatz, auch wenn mein Experiment beendet sein wird.

Sieht von hinten genauso gut aus.

Wie groß der Raum auf einmal ist! Ich kann übrigens gut verstehen, warum so viele Mädels von offenen Kleiderstangen begeistert sind. Es sieht schick aus (wenn man Ordnung hält und gleichzeitig nicht zu viel Kleidung hat), man erfasst alles mit einem Blick ohne eine Tür oder mehrere öffnen zu müssen und nichts geht über Tageslicht.
Nachteile sind das potentielle Ausbleichen der Kleidung, Staub und der Zwang, immer schön aufräumen zu müssen. 

Verschwindende Klamottenstapel.

Endlich ENDLICH habe ich es geschafft, einen Klamottenstapel abzutragen. Es sind sogar zwei geworden: als erstes ging die letzte Jeans, eine seltsame Nummer mit schwarz-khakigrüner Acid-Waschung (???), die ich mir in einem Anflug von Individualismus mal angeschafft habe. Das Ding ist zu lang, mit nichts zu kombinieren und skinny fit. Ich hasse skinny fit. Warum höre ich nicht auf mich?
Der zweite Stapel ist ein bißchen geschummelt, denn ich habe die letzten vier T-Shirts mit dem verbleibendem Lammwollepullover verheiratet. Schuld ist der Winter, der uns diesmal im Stich lässt. Die wollene weinrote Tragbar-Sauna ist von Uniqlo und beschert bei Plusgraden mühelos den Hitzetod, insofern sammelt sie leider wahrscheinlich noch etwas Staub.

Neu dazugesellt haben sich zwei Dekoboxen mit eingerollten Strumpfhosen und Feinstrümpfen, die ich diesen Winter alle zu killen gedenke. Menschen mit meiner Körperkontrolle stehen auf Kriegsfuß mit Nylonstrümpfen, aber meiner Meinung nach gehört es zum Erwachsensein dazu, sich auch mal in feiner Kleidung unfallfrei durch einen Tag bewegen zu können. Ich bin noch im Training.

Serious shoes.

Und nun ist auch Platz vorm Schuhschrank für bessere Fotos. Die versammelten Päarchen sind alle bekannt, da ich Urlaub habe dürfen sie sich ein paar Tage ausruhen.

Why so serious shoes?

Adlerauge sieht, daß ich ein Brett ausgehängt habe, auf dem nun die Stiefel stehen. Warum das? Es gibt kein drittes Schuhschrankfoto, in einem Anfall von Optimismus habe ich beschlossen, daß ich maximal 28 Paar Schuhe im Winter brauche. Die Schneestiefel für den Einbruch der nächsten Eiszeit nicht mitgerechnet, die stehen im Keller neben den gebunkerten Lebensmitteln... und deshalb ist der dritte Schrank nun leer, der Inhalt in den zweiten gewandert. Zähneknirschend habe ich die taupefarbenen Wildlederboots eingetragen, nachdem ich sie mehrfach imprägniert habe und extrem aufgepaßt hab, wo ich hintrete. Beim Aussteigen aus meinem Auto habe ich dann die Spitze des linken Schuhs verdreckt. Hurra.
Im Frühjahr/Sommer genehmige ich mir übrigens wieder 32 Paar.

Überraschung!

Neue Ansicht meiner ungezeigten Mittelkonsole. Die Taschen sind alle getragen, in den Kisten lagern Sommerschuhe und Ausgehkleider, die alle noch ein sehr hohes Risiko fahren. Weiter oben meine Sammlung von Sonnenbrillen und Halstüchern/Bikinis in den gestreiften Hutboxen. Da muß ich noch ran, aussortieren.

Wintersonnenschatten.

Schön aufgeräumt meine Freizeitkleidung, ich sehe da einen schwarzen Rock der mich ein wenig nervt. Alles was nervt lebt gefährlich.

Schlafende Arbeitskleidung.

Und weitergehen, gibt nichts zu sehen.

Poncho neben Kimono, East meets West.
Ein bißchen mehr Platz wäre gut, die Mäntel erdrücken die Kleider. Mein Aufbewahrungskonzept ist noch nicht optimal, bis das Experiment vorbei ist muß es eben gehen. Wenn ich den dritten Schuhschrank rauswerfe ist Platz für eine Kommode, dann können die Schubladenelemente aus dem Schrank raus und ich kann die Kleider zu den Freizeitklamotten hängen. Sokoban im Schrank.

Finally - a place to rest.

Speziell für euch das letzte Eckchen meines Ankleidezimmers. Neben dem Sessel stehen ein paar Schuhschachteln mit Sandalen und Peep-Toes, die es im Sommer nicht geschafft haben und die bis Juni eine letzte Chance kriegen. In den Tüten sind Halstücher und Dessous, die auch noch nicht aufgetragen sind. Ich bin ziemlich erleichtert, daß ca. 80% meiner Garderobe aber bereits durch sind - ob sie jetzt im Schrank gelandet sind oder Flugtag hatten.

Wie geht es weiter? Wenn der Winter noch kommt (und davon gehe ich aus) warten noch einige Handschuhe und Schals auf ihren Einsatz, Silvester darf die Partykleidung mitmischen und ansonsten versuche ich weiter, zu nutzen was vor meiner Nase liegt/hängt oder mich endlich davon zu trennen. Aber es soll ja spannend bleiben, also gibt es eine neue Regel:

Für jedes Teil, das reinkommt, muß ein anderes gehen.

Verschäfte Regel: in der Kategorie bleiben. Kleid gegen Kleid, Pumps gegen Pumps, Sonnenbrille gegen Sonnenbrille. 

Das hat im November ganz gut geklappt (Post folgt), ich bin mit der Größe meiner Garderobe vollends zufrieden, eklatante Mängel sehe ich momentan nicht und schließlich will ich es mir nicht so einfach machen, neues Zeug anzuschleppen. Vielleicht ergibt nicht jeder eins-zu-eins-Ersatz Sinn - ein neuer Rucksack gegen eine alte Partytasche wäre hilfreich, eine neue Partytasche zu den siebenundachtzig vorhandenen ist nicht hilfreich - also lasse ich mir ein Hintertürchen offen. Trotzdem rechne ich mir eine gute Chance aus, daß ich das hinbekomme.

Und jetzt ab in den Sale! Willenskraft testen!








22. Dezember 2015

U for basics

Basics. Die Nemesis des Spaßkäufers. Kosten normalerweise ordentlich Geld, wenn sie eine Weile halten sollen, begeistern nicht sofort weil sie unauffällig und einfach sind (hence the name) und sind unglaublich schwer zu finden. Oder hat jemals eine Frau in der Geschiche der Menschheit ein schwarzes schlichtes T-Shirt in den Läden gefunden, als sie danach gesucht hat? Nein!

Wenn ich versucht habe, Basics zu shoppen, sagen wir eine schmucklose Jeans, bin ich entweder

a) mit einem großflächig geblümten Trenchcoat nach Hause gekommen

b) nach vierstündiger frustrierter Sucherei mit einem überteuerten Kompromiß zur Kasse gestapft, der ein halbes Jahr später ungeliebt aus dem Kleiderschrank geflogen ist

c) im Eiscafé gelandet, weil ein Schwarzwälder Kirsch-Becher die Welt schon immer etwas besser gemacht hat

oder

d) all of the above.


Das war die Lage, bevor ich in Tokio in den Uniqlo-Flagshipstore geraten bin. Seitdem kann ich in 90% aller Fälle von Basics-Mangel auf den freundlichen Japaner zurückgreifen. Preis und Qualität stimmen nicht, denn ich bin der Ansicht für die geforderten Preise zu gute Qualität zu erhalten. Vor allem wenn wieder heftig reduziert wird, und das wird oft. Genug des Lobes, hier meine Top 5:

Japan 5.

Taupefarbene Daunenjacke: Teil der Serie Ultra light down, sie hat einen Reißverschluß und zwei Seitentaschen, die ebenfalls über einen Reißverschluß schließen. Die Reißverschlüsse sind sehr leichtgängig und fein, trotzdem stabil. Nichts, was einem den Schal zerfetzt oder die Fingernägel verkratzt. Die Jacke hält schön warm, für eisige Temperaturen ist sie aber zu leicht, ich trage sie im Herbst. Da sie sich miniklein zusammenrollen läßt (ungefähr die Größe eines Knirps-Schirms) nehme ich sie gern auf Reisen mit, da sie im Koffer so gut wie keinen Platz wegnimmt. Ich habe die Jacke im November 2013 in Tokio für umgerechnet 40 Euro gekauft.

Hellblaue Viscosebluse: federleicht und bügelfrei! Die Bluse hat einen Maokragen und an der Vorderleiste einen einzigen Knopf. Sie fällt seidig-locker und bauscht nicht an der Taille, was ich bei Blusen und Hemden hasse wie die Pest. Da ich eine recht weibliche Figur habe trage ich ungern klassische Hemden, jeder kennt das Problem der klaffenden Knopfleiste. Man mag es kaum glauben, bequem ist das gute Stück auch noch. Die Bluse habe ich Anfang Februar 2015 in Seoul für umgerechnet 24 Euro gekauft.

Blaugraues Top mit eingearbeiteten Cups: das war die Entdeckung des Jahres für mich, kein Spaß. Mein Brustkorb ist relativ groß, weshalb ich immer Streß mit BHs habe. Entweder rutschen die Träger ständig runter (toll, wenn man im Meeting sitzt), das Brustband schneidet oder die ganze Chose wandert immer höher. Nervig ohne Ende. Diese Tops hier haben kein Brustband, sondern die Cups einfach in der Vorderseite eingenäht. Hier gezeigt ist die Variante Spaghettiträger, ich habe sie aber auch als Tanktop-Variante. Kann man sich eine Welt vorstellen, in der man nicht ständig am BH rumzuppeln muß? Jetzt ja. Gekauft habe ich das Top mit vielen anderen im November 2013 in Tokio für umgerechnet 10 Euro.

Graue Strick-Strümpfe: unsexy ohne Ende mag man jetzt denken, aber die Dinger sind schick. Vor allem über einer Strumpfhose oder als Hausschuhersatz, denn sie sind aus Heattech-Material. Das ist ein Textilgemisch, welches Uniqlo für verschiedene Produkte nutzt und welches sehr dünn ist, aber trotzdem gut warm hält. Es gibt Longshirts, Unterhemden, Pullover und Sweatshirts, ja sogar Trainingshosen aus Heattech. Die Socken habe ich mir letzten Monat im Uniqlo-Onlineshop bestellt, zwei Paar haben 10 Euro gekostet.

Anthrazitfarbener Kaschmirschal: ein Beispiel für den seltenen Gebrauch von Mustern bei Uniqlo. Als ich damals in Japan war habe ich für meine ganze Familie Kaschmirschals gekauft (ja, ich war ein bißchen sehr begeistert), und das Kaschmir von Uniqlo ist wirklich von sehr guter Qualität. Zudem läßt es sich leicht pflegen, mag die Waschmaschine und sieht auch nach mehreren Jahren Gebrauch noch aus wie am ersten Tag. Der Schal ist recht neu und stammt ebenfalls aus dem Onlineshop, er hat mich 40 Euro gekostet. Das einzige Teil, welches ich zu teuer fand, aber ich mußte ihn unbedingt haben. Im August hatte ihn ihn auf Fotos der Straßburger Uniqlo-Filiale gesehen und seitdem gejagt.



Zusammenfassend kann ich Uniqlo fast komplett empfehlen, nur was Hosen angeht sind sie ein wenig schwierig. Da die Kleidung für asiatische Frauen konzipiert ist bietet die Marke für uns Europäerinnen hauptsächlich Caprihosen an. :-)

13. Dezember 2015

Ladies cut

Es sind wiederkehrende Routinen: den Kleiderschrank sortieren. Morgens kaffeetrinkend nicht wissen, was man anziehen soll. Will ich Lippenstift tragen und wenn ja, welchen? Für welche Nagellackfarbe hab ich genug Bock, um die leidige Lackiererei durchzustehen? Abends zu undiszipliniert oder schlicht infantil sein, um den Laptop rechtzeitig wegzulegen und mal in Ruhe die Zeit vorm Zubettgehen erleben. Kennen wir alle. Wird allerdings um einiges cooler, wenn jemand den Soundtrack seines Lebens drauflegt. Und damit wir zur Theorie auch ein paar praktische Beispiele haben kommen jetzt meine fünf liebsten genial geschnittenen Youtube-Videos. Check it out and have a great lazy sunday.

Vivianna does makeup - Autumn capsule wardrobe. Simply love the brits!


Hey Claire - The struggle. Cool cat.


Hey Claire - Favorite lipsticks.


Hey Claire - Favorite Nails Inc. polishes.


Vivianna does makeup - Get un-ready with me.

11. Dezember 2015

Staring at my sun

In case you didn't notice: der Stellerator in Greifswald ging gestern erfolgreich in Betrieb, was uns der kalten Fusion einen Schritt näher bringt. Soon...

Quelle ist Youtube respektive das Max-Planck-Institut. Rock on!

6. Dezember 2015

Stillstand ist die Pest

Moin moin, das mühsame Eichhörnchen ist wieder da.

Ich beiße mir zur Zeit etwas die Zähne an den Restbeständen aus, zudem fließt durch irgendwelche Ritzen Neuware zu. In meiner Verzweiflung habe ich angefangen, Röcke zur Arbeit zu tragen. Prompt bekam ich von einer Kollegin ein Kompliment - für meine Schuhe.

Jahreszeitenmix muß noch separiert werden.

Abgesehen davon daß hier noch einige Sommerklamotten rumlungern hat sich der grauschwarze Faltenrock eingeschlichen, der eigentlich zu den Arbeitsklamotten gehört. Da gibts aber keinen Platz mehr. Ansonsten fehlen die paar superwarmen Pullis, die ich verfrorenerweise die letzten Tage dauergetragen habe, und eine Jeans. Nicht sehr kreativ. Aber ich hab ein paar schicke neue Sachen... was ich nicht sollte.

Nah am Optimum :-)

Arbeitskleidung: bald kann ich blind in den Schrank greifen und irgendwas kombinieren, es wird (fast) immer passen. Vielleicht versuche ich mal den artsy-Look und kombiniere die schwarze Bluse zum schwarzen Anzug oder, total crazy, die navyblaue Bluse zum navyblauen Anzug. Man möchte ja nicht zu Mainstream sein.

In need of curation.

Das dritte Abteil wird momentan als Mantelkabinett mißbraucht, dabei hängen hier auch ein paar Kleider. Wenn die Stange mal Vergangenheit ist und ich eventuell einen Schuhschrank wegreduzieren kann kommt eine Kommode in den Raum, dann fliegen die Schubladenelemente in den Schränken raus. Ziel ist, die Kleider dann zu den Freizeitklamotten zu hängen. Ein bißchen sortieren bringt vielleicht den gleichen Effekt.

Und nun der Panoramablick:

Zauberhafte Leere.

Man sieht immer mehr Boden, auch die Kleiderbügel nehmen ab. Adlerauge hat wahscheinlich schon bemerkt, daß sich vier Neulinge aufs Bild geschlichen haben. Alle tragen noch ihr Preisschild, ich schreibe noch einen Extrapost zu ihnen. Erfolgreich reduziert habe ich zwei Röcke, die wie schon erwähnt den Weg ins Büro gefunden haben, eine Organzabluse, ein leichtes Kleid mit halblangen Ärmeln und ein Paar leider etwas unbequeme Pumps. Ich gebe ihnen noch eine Chance, bevor sie auf die Abschußliste kommen.

Dark side of the Kleiderstange.

Drei Paar Partypumps sind noch über, und eine Reihe von Stiefeln. Letztere kommen zum Einsatz sobald es wieder ein wenig kälter ist, erstere in der kommenden Festzeit. Was mich daran erinnert, daß ich noch keinen Plan für Silvester habe. Wie jedes Jahr. Traditionen muß man pflegen.

Noch kein Quadratzentimeter Holz zu sehen.

Die Sportklamotten lachen mich aus, dabei ist eine Garnitur verschwunden. Bei den Pullis tut sich auch nichts mehr, verständlich: da liegen noch ein superwarmer Poncho, ein superwarmer Cardigan und ein unglaublich warmer Merinopulli von Uniqlo, der eigentlich aus der Herrenkollektion stammt und mich ganze 10 Euro gekostet hat. In den Boxem habe ich die Strumpfhosen sortiert, da ich in Schubladen immer ein Chaos veranstaltet hab auf der Suche nach der richtigen (schwer umsetzbar bei mangelhafter Beleuchtung, denn es sind alle schwarz). Ausgeh-Täschchen warten auch noch sehnsüchtig. So sehnsüchig wie ich.

Nix Neues, nur Altes.

Verläßlich und langweilig, weiter geht's. Wobei: ein Paar auf diesem Foto fliegt bald raus weil es drückt. Bieder aussehen und drücken ist eine schlechte Kombination.

Fairerweise.

Ja, ich hab nix gearbeitet und dokumentiere pflichtgemäß auch das. Da stehen Sommerschuhe, und es ist Dezember! Draußen kloppen sich die Vögel am Meisenknödel, morgens kratze ich Eis von der Windschutzscheibe, aber die Peeptoes stehen parat!

Pflege Deine Bestände.

Die dunkelbraunen Stiefeletten von Cos sind erst gestern vom Schuster zurück, sie haben neue  Absätze bekommen. Mir graust vor dem Tag, wenn ich sie wegschmeißen muß. Nicht nur, weil sie teuer waren, sondern weil sie zu fast allem passen was ich besitze und comfy as hell sind.

Sneak peek.

Zwei Gegenstände auf diesem Foto sind neu... Post folgt. Wer allerdings verloren hat ist die Coffret-Bag von Mango, sie ist mir zu unhandlich. Schade, schön ist sie sehr, erinnert mich an eine Hermès-Tasche, welche wohl den Gegenwert meines Wagens hat. Entweder landet sie auf Ebay oder wird verschenkt, dafür daß sie nur einmal zum Einsatz kam war sie nämlich echt kostspielig...

Im Juli habe ich angefangen mit meinem Experiment, jetzt ist es Dezember. Die Stange im Zimmer nervt natürlich, aber das Konzept ist genau das richtige, um seine Sachen auch alle mal zu tragen. Mehrere Personen haben mich vor dem Einfluß der Sonnenstrahlung gewarnt, die Kleider könnten ausbleichen. Somit ist dies leider kein dauerhafter Zustand. Trotzdem kann ich nur betonen, wie hilfreich das Experiment für mich ist. Ich habe in diesem Jahr 82 Kleidungsstücke gekauft, das sind zwar fast 8 im Monat, aber ich zähle Unterwäsche und Socken genauso dazu wie den Cardigan, der einen ausgedienten ersetzt, oder die neue Sonnenbrille. Ich schätze ohne den Budenzauber hier wäre es mehr gewesen, und ich vermisse bisher nichts - ich hab einen ganzen Schrank voll anzuziehen.







5. Dezember 2015

Gone in November

Willkommen zu einer neuen Runde "bin ich froh daß ich das Zeug endlich leerhabe"!

Trickshot!


- Yes to Blueberries Showercream: enthielt Sheabutter und roch angenehm, sehr cremige Konsistenz, feiner Schaum, aber: das ist ein Paradebeispiel dafür, wie man sich mit miserablem Verpackungsdesign komplett aus der Sympathiezone schießen kann. Die Riesenflasche mit 500 ml ist hat einen Wippdeckel, man muß ihn also eindrücken damit der Inhalt durch ein viel zu kleines Loch herausgedrückt werden kann. Dazu ist die Flasche unglaublich stabil - wer zum Teufel hat sich diesen Quatsch einfallen lassen? Jeden Morgen steh ich unter der Dusche, quetsche an dieser unhandlichen Flasche rum (was mit einer Hand fast nicht machbar ist), deren Durchmesser zu groß für meine Hände ist. Und dann knallt das Ding mir runter. Mehrfach. Die Menge an Duschcreme, die ich so zu Tage fördere, reicht meist knapp zum Einschäumen aus. Nein, das ist mir zu viel Arbeit am Morgen für ein mittelgutes Produkt. Nie wieder!

- Lavendel-Badesalz: hab ich halbvoll aus einem Tauschpaket erhalten, hat anfangs noch nach Lavendel geduftet, dann irgendwie nach gar nichts mehr... ganz nett für die Wanne, wenn man mit den Füßén eine Pseudo-Reflexzonenmassage veranstalten will, sonst aber irgendwie nur mäh. Tschüß.

- Le petit Marseillais Badegel Milch: das werde ich vermissen, denn es war wirklich toll. Wunderbarer zarter Duft, stabiler feiner Schaum, und hat sogar die Haut nicht ausgetrocknet. Im Winter bei miesem Wetter genau das richtige, wenn ich mal wieder nach Frankreich komme hole ich Nachschub.

- & other stories Probe Duschgel Sirocco Sands: ich mochte den Duft sehr, wenn ich das nächste Mal etwas im Onlineshop bestelle und gerade in Laune bin kommt das Duschgel mit.

1. Dezember 2015

"Hören Sie auf zu singen!"

Da steht die AfD in Mainz vorm Staatstheater und glaubt, das wäre der richtige Platz für eine Demo. Das Theaterensemble sah das anders und ließ Beethoven sprechen. Faith in humanity restored, episch.

Quelle ist immer gerne Youtube.