16. August 2015

Wir haben ein Bingo!

Wahrscheinlich hat jede von uns ein paar Leichen im Kleiderschrank, die richtig richtig wehtun. Ich spreche von den Kleidern, die noch nie getragen wurden und an denen noch das Preisschild hängt. Nichts führt einem das eigene entscheidungstechnische Versagen so sehr vor Augen wie diese vermaledeiten kleinen Papierstückchen. In meiner Sammlung befanden sich drei dieser Zombies - seit gestern sind es nur noch zwei. Im vorletzten Post habe ich das Etikett noch verschämt und raffiniert versteckt, but this was yesterday! Das hellblaue Tupfen-Chiffonkleid zog gestern triumphal in den Schrank ein, nachdem es acht Jahre lang links liegen gelassen wurde.

Finally made it.

In der Nachbarwohnung herrscht absolute Stille, die Businessklamotten sind anscheinend im Urlaub. Vielleicht haben sie aber auch nur Angst von den Untoten direkt vor ihrer Tür, man weiß es nicht.

Wenn sich niemand bewegt wird niemand verletzt.

In der Freizeit-Abteilung tut sich momentan auch nicht viel, da ich diese Urlaubs-Sache ernst nehme und nur noch in Bikini, Pareo oder Kleidchen rumrenne. Ein paar Tops sind dazugekommen, und ein blauer Pünktchenrock. Scheint ein Muster zu sein, pun intended.

Ach ja, ich wollte ja aufräumen. Mach ich morgen.

Schuhe: hier herrscht Full House, denn wir haben auf allen Zeilen und Sparten ein Bingo. Und das in beiden Schränken. So gern ich schwarze Pumps akkumuliere, so verliebt bin ich anscheinend in dunkelbraune Sandaletten. Die Anzahl und Fläche der Riemchen variiert, mein Favorit sind die Slings von Friis & Company unten Mitte rechts. Keine Schnalle, nichts zum Schnüren, und halten trotzdem am Fuß. Bitte mehr davon!

Crowded house.

Jetzt die Spaßschuhe, das macht mir immer am meisten Freude... Adlerauge wird bemerkt haben, daß die Teilnehmer nicht dieselben sind. Drei Paar mußten in Quarantäne ziehen, weil ich ein persönliches Problem mit ihnen habe. Dafür ist z.B. die Schönheit oben links eingezogen: Bastwedges von Mango mit cremefarbener Häkelspitze, federleicht und bequem. Ob ihrer Zusammensetzung leider absolut nicht wasserresistent, weswegen sie sehr selten draußen waren die letzten Jahre. Dank Hitzewelle dieses Jahr aber umso mehr.

Inda house.

Bonusfoto: Handtaschenfach. Die aus dem Haufen entkommenen sitzen friedlich auf zwei Brettern der Mittelkonsole, die ich hierfür in Eigenregie versetzt habe. Ja, ich weiß mit einem Schraubendreher umzugehen. Die untere Tasche ist zur Zeit in Nutzung und hat dank Sale und einem Gutschein damals 15 € gekostet. Butterweiches Leder und Esprit-Qualität, eines der Schnäppchen meines Lebens. Zum Chiffonkleid vielleicht etwas mächtig, also jage ich jetzt eine Crossbodybag in genau dieser undefinierten Farbe. Weidmannsheil.

Tascheboard mit Notausgang.

Woche sieben und mein Styleberater hat mich gestern gefragt, ob das Kleid neu sei; allgemein würde ich mich jetzt viel abwechlsungsreicher und noch toller als sonst anziehen. Dank dank dank!







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