6. Juli 2015

Das ist der Wahrheit

Es ist vollbracht. Nach dem Prinzip Haufen habe ich die halbeingeräumten Kleiderschränke eine Woche nach dem Einzug wieder entleert und die ganze Herrlichkeit in der Raummitte versammelt. Was spontan genervt hat wurde in einen Karton verbannt und der nicht unbeachtliche Rest fein säuberlich auf eine Stange vor dem Monstrum von Schrank drapiert. Hier ein Vorher-Bild:

Le Kleiderschrank mit formschönem Loch in der Mittelkonsole

Man beachte die minimalistische Deckenbeleuchtung. Ich war ego genug mir die rechte größere Hälfte zu sichern, drei Kleiderstangen und ein paar Regalbretter sowie vier Schubladen harren nun der Dinge, die da mal reinkommen. Und die sind zahlreich. Brace yourself:

Dabei mag ich eigentlich kein Gelb

All meine Kleidung, die Bügel benötigt, eine Auswahl von Schuhen und zwei Stoffboxen voller "Unterbekleidung". Der Turmbau neben dem Spiegel setzt sich aus Schuhkartons zusammen und wird das morgendliche Auswählen zum Jenga-Spiel machen. Hilft beim Aufwachen.

Die noch leere Phalanx an Schuhschränken

Die zweite Hälfte der Wahrheit sind T-Shirts, Tops, Pullover, Shorts... Faltware eben. Sportsgear und was man so zu Bett trägt, in Summe bedeutend mehr als ich dachte. Mal sehen was alles den Sprung ins Ziel schafft.

Die dritte Hälfte

In den Boxen warten Winterkleider auf kältere Tage. Hier hab ich gepfuscht, den Extrastapel wollte ich mir nicht antun. Die Handtaschen haben sich jeder geometrischen Anordnung erfolgreich widersetzt und lagern als Knäuel in Griffnähe zum Sessel. Soweit der Ausgangszustand.

Was soll der ganze Quatsch denn nun?
Nur die Kleidungsstücke, die ich im Lauf des kommenden Jahres trage, landen im Kleiderschrank. Der Rest fliegt. Die doch recht umständliche "Aufbewahrung" meiner Garderobe hat mehrere Vorteile:

1. Ich sehe plakativ, was ich habe. Gut, das sehe ich auch, wenn ich alle Schranktüren öffne, aber

2. zwingt mich das Prinzip Alle-Mann-über-Bord dazu, mehr Abwechslung in meinen textilen Alltag zu bringen.

3. Schrankleichen haben keine Chance mehr.

4. Die schiere Masse hält mich eventuell vom Shoppen ab (das nehm noch nicht mal ich mir ab)

5. Shop your closet in einer shop your closet-Atmosphäre.


Warum ich das mache? Weil ichs kann. Und weil ich eine seltsame geistige Ausgeglichenheit dabei empfinde, Minimalismusblogs zu lesen. Als Mitglied einer Konsumgesellschaft mit viel zu viel Taschengeld schon fast ein revolutionärer Akt. In diesem Sinne wünsche ich mir und euch viel Spaß mit meiner raumgewordenen Schnapsidee, wöchentliche Updates der aktuellen Lage im Ankleidezimmer folgen.

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