28. März 2016

Sammelprojekt

Auch der Müll scheint Zyklen unterworfen zu sein, jedenfalls war die Menge im Februar so wenig daß sie des Fotografierens nicht wert war. Der März lief besser - bitteschön:

Lang- und Kurzstreckenläufer.

- l'Oreal Everpure Farbpflege-Shampoo: riecht gut und hat auch mal toll gepflegt, aber ich hatte den Eindruck es hatte sich in der Konsistenz verändert. Mein Fehler, eine offene Flasche Shampoo sollte man nicht monatelang aufbewahren.
- Guhl Volumenspülung blauer Lotus: funktioniert nicht bei langen Haaren. Punkt.
- & other stories Flanell Body Lotion: meine liebste Bodylotion für den Winter, ein sehr zarter und vornehmer Duft und eine tolle Pflegewirkung. So ergiebig, daß ich Probleme habe sie aufzubrauchen.
- innisfree Sheet Mask rose: eine meiner drei Favoriten, pflegt die Haut wunderbar zart und duftet auch noch toll. Immer wieder gerne.
- Creme 21 Shower Gel Orange&Lime: roch ganz ok und hat auch schön geschäumt, aber hat keine vier Wochen gehalten. Whut?
- Soap & Glory The righteous butter: sehr reichhaltig und deshalb nur im Winter nutzbar, riecht aber himmlisch und hält auch ewig. Werde ich vermissen, denn inzwischen kommt man in D nicht mehr an das Zeug ran.
- Cien Handcreme Milch&Lavendel: ein Geschenk einer Arbeitskollegin, hat wunderbar gerochen, toll gepflegt und den ganzen Winter gehalten. Erinnert mich ein wenig an das Pendant von l'Occitane, riecht aber viel süßer.

26. März 2016

Zufallszahlengenerator

Tja, zäher wirds nicht. Auf der Stange hängen noch fünf - in Worten fünf - Teile, die ich prinzipell zur Winterware zähle. Naja, die Mäntel eigentlich nicht. Und die beiden Röcke könnte man auch im Sommer tragen. Und die Jeansjacke auch, solange man den Fellkragen abnimmt. Wie man sieht geht hier nichts mehr.

The last Kleiderbügel is the hardest.


Was andererseits gut ist, denn ich habe bereits auf Frühling umgestellt. Also, zumindest meinen Schuhschrank:

Smee again...

Ahh, meine Businessschuhe in all ihrer beigebraunschwarzblauen Eleganz. Ein Paar liegt im Beifahrerfußraum und wird es eventuell nicht schaffen, weil ich mich Donnerstag total darüber geärgert habe. Ein weiteres habe ich an und ein drittes wartet noch in seiner neuen Schuhschachtel auf seinen ersten Einsatz. Ja, ich war nicht erfolgreich im Antishopping...

...goan fun yourself.

Das ist der just in case-Schuhschrank: ganz unten für Stiefelettenwetter ausgelegt (fast jedenfalls), darüber für trockenes Frühlingswetter, dann für dasselbe an einem Wochenende und ganz oben für Party oder superöde Arbeitstage.

Kleines Intermezzo: ich habe meine komplette Schuhsammlung am letzten Wochenende ausgebreitet (es gibt keine Beweisfotos von der Aktion) und mal kurz überschlagen: im Herbst/Winter halte ich 28 Paar Schuhe vor, im Frühjahr/Sommer sind es 32 Paar. Das sind schon 60 Paare, für ein bißchen Puffer rechne ich mir 15 Paar dazu und komme dann auf 75 Paar Schuhe. Das ist großzügig, aber noch nicht geisteskrank. Nach dieser Bedarfsermittlung, und unter dem Wissen vier neue Paar Schuhe schon unter der Kleiderstange stehen zu haben ging es dann ans Aussortieren und Zählen.

Verwirrt habe ich festgestellt daß ich so auf 70 Paar komme - ohne die neuen und ohne die sechs Paar, die da noch auf Aufnahme hoffen.
Also habe ich die Gruppe der sechs erstmal auf die Hälfte runtergestutzt.
Das war ja einfach.

Nächste Gedanke:dasselbe sollte ja auch für Taschen funktionieren. 20 Handtaschen dürften mir reichen, dazu 10 Ausgehtaschen. Also alles munter rausgeräumt und angefangen zu dezimieren...

Taschen sind anscheinend nicht so leicht auszusortieren. Sie kneifen nicht oder haben die falsche Absatzhöhe. Die Sohle ist nie rutschig. 

Nun, ein paar sind nichtsdestotrotz auf Ebay gelandet und sammeln da gerade noch mühsam einen Euro nach dem anderen. Die so freigewordenen Plätze sind allerdings schon wieder belegt und versauen mir meine Monatsstatistik. Und zwar gewaltig. Trotzdem: ich bereue nichts!

Weiter im Takt.

Mittelkonsole, etwas aufgeräumter. Nur noch drei "Arbeitstaschen", die Sonnenbrillen schön übersichtlich, dazu zwei Abendtäschchen und meine fünf Armbanduhren - alle ohne funktionierende Batterie. Scheine das Tragen einer Armbanduhr nicht zu vermissen.

Gedanklich noch im Winter.

Das karierte Flanellhemd kommt nach dem nächsten Waschgang direkt in die Klamottenkiste für das Winterhalbjahr, und dann muß hier dringend auf Frühling umgestellt werden. Das Taschen-unten-Pullis-und-Tshirts-oben-System gefällt mir irgendwie auch nicht. Das ist wie Sokoban spielen, wenn der Raum einfach zu klein oder falsch geschnitten ist.

Langeweile auf Bügeln.

Grau, blau, schwarz, ich kann meine Arbeitsgarderobe wirklich nicht mehr ertragen. Alles langweilt mich, immer in Neutralfarben, immer im Anzügen. Woher bekomm ich einen Powersuit in leuchtendem Violett? Eine Seidenbluse mit Ethnomuster? Tipps werden gerne angenommen!

Nope.
Da geht kein Tshirt mehr rein. Die Garderobenhaken an der Haustür sind voller Mäntel. Wtf?

Da warens nur noch ein Meter sechzig.

Endlich mal gute Neuigkeiten, die Restbestände auf den Brettern werden weniger. Es sind ja auch nur noch drei Monate bis Ultimo. Links im Bild hat sich sogar etwas Wäsche mit aufs Bild geschmuggelt, die ich noch einräumen muß. Rechts eine kleine Sammlung von Abendtäschchen, in der Mitte neue Socken. Auch sowas braucht man ab und zu.

New in, new in!

Zum Abschluß des heutigen Posts die altbekannte Perspektive. Mit dabei meine neue Tasche, ein neues Cocktailkleid und vier verschlossene Schuhschachteln. Für all das muß ich noch Ware auf Ebay loswerden, um die Moral zu erhalten, Platz im Kleiderschrank zu schaffen und ein paar einsame Euros in meine Bilanz aufzunehmen.Von den neun (!!!) Taschen die ich aussortiert habe verabschiede ich mich gern für diese eine, die ich kaum erwarten kann zu tragen.






6. März 2016

Try the dark side

Jeder merkt das Alter auf eine ganz eigene Weise. Manche werden konservativer, andere vorsichtiger, viele langweiliger. Ich selbst scheine immer weniger Bullshit zu tolerieren, allem voran meinen eigenen.

Da ich seit Geburt Schwabe bin widerstrebt es mir schon aus genetischen Gründen, viel Geld für etwas auszugeben von dem ich denke daß es dieses nicht wert ist. Das zeigt sich besonders deutlich bei Kosmetika. Wie groß kann der Unterschied schon sein? Ob ich jetzt einen Lidschatten für drei Euro oder für dreißig nutze, oder eine Augencreme für zwei oder zweihundert Euro?`

Der Teufel steckt, wie ich inzwischen weiß, im Detail. Bei Hautpflege habe ich in den letzten sehr stressigen Jahren meines Lebens gelernt, große Acht auf das zu geben was ich mir täglich ins Gesicht auftrage. Und ich muß sagen es hat mir sehr gut getan.

Was dekorative Kosmetik angeht war meine Herangehensweise immer die des Dupes. Vor allem bei Produkten außerhalb meiner Comfort Zone und bei Experimenten griff ich immer erst zur Low Budget-Variante. Nun, zuerst ist der falsche Ausdruck: meistens blieb ich dabei. So geschehen bei Cremerouge, Lip pencils und den sogenannten Chubbysticks. Ich hatte Cremerouge von Catrice und H&M, Lip pencils von Zoeva und Catrice, und Chubbysticks von Catrice. Alles Fehlkäufe. Ich wollte das Original ausprobieren, was mir aber zu teuer war, und habe stattdessen in ein Substitut investiert. Long story short: es hat sich nie gelohnt. Der Gegenwert meiner Fehlkäufe hat den des Originals überschritten. Viel Müll um nichts.

Irgendwann kam ich an eine Mini-Ausgabe des Clinique-Chubbysticks. Und fand den so gut daß ich das Original gekauft habe. Auch wenn ich es ungern zugebe, man merkt den Unterschied doch deutlich. Das brachte mich auf die Idee, gezielt Mini-Ausgaben und Try out-Kits auszuprobieren. Ja, im Vergleich zum Originalprodukt sind die Inhaltsmengen eher homöopathisch, aber günstiger als ein Fehlkauf sind sie immer noch. Aktuell sind diese beiden Sets online zu erhalten, und ich wage zu behaupten daß sie echter Value per money sind:

Spaß im Kosmetikbeutel.

Bobbi Brown Mini Must Have Kit, 35 €

Ich bin auf der Suche nach einem guten Cremerouge auf die Pot Rouges von Bobbi Brown gestoßen. Das Reinigungsöl fand ich ebenfalls interessant, und Lidschattensticks sind mein Favorit für Kurzreisen. Das Rouge ist phänomenal. Es verblendet sich mühelos und hält wirklich den ganzen Tag, sodaß ich es beim abendlichen Abschminken noch wahrnehme. Ich bin leider jemand der sich oft ins Gesicht faßt und auch mal den Kopf auf der Hand aufstützt, also ein Härtekandidat für Rouge. Man braucht sehr wenig Produkt, ich bin gespannt wie lang der Mini hält und, vor allem, ob er anfängt auszutrocknen.
Pink für die Welt - steht jeder.

Der Lidschattenstick hat eine matte Farbe, was ich beim Namen Sand Dune nicht unbedingt erwartet hätte. Er läßt sich ohne an der Lidhaut zu ziehen auftragen und gleitet fast unspürbar über das Auge. Wenn ich an die harten Eyepencils von anderen Marken denke könnte ich mich ohrfeigen daß ich das der empfindlichen Augenpartie angetan habe. 
Mit im Set sind noch transparentes Gloss (klebt nicht, toll!), eine Mascara (noch unberührt), Abschminköl (ebenso), eine BB-Cream (zu dunkel, vielleicht im Sommer) und das Täschchen. Den Eyeliner habe ich mir als "Luxus-Sample" ausgesucht. Er hält so gut daß ich ihn mit dem Balea-Öl kaum runterbekomme. 


Was lange währt kommt in einer Box.

True NARS Bright Lip Pencil Set, 39€

Lip Pencils. Jahrelang kritisch beäugt, wollte ich eigentlich schon ewig einen haben. Die Dinger kosten allerdings 26€ das Stück, und an NARS ist in Deutschland nicht so leicht heranzukommen. Eine leuchtende Farbe sollte es sein, denn obwohl ich wirklich schöne, volle, geschwungene Lippen habe traute ich mich nie an die Bold Lip heran. Als ich dann dieses Set im Onlineshop von NARS sah dachte ich, die hätten sich im Preis vertan. Da drin sind nämlich drei Fullsize Sticks. Nach wochenlangem Drumrumschleichen habe ich mich dann getraut und die Box geordert. Ein jahrelanges Drama geht zu Ende, jetzt trage ich Lip Pencils in Knallfarben. Mein Leben ist bunter geworden.

Fazit: never go for second best. Ich habe meine ganzen Fehlkäufe aufsummiert und das dreifache dessen aus dem Fenster geworfen, was ich jetzt für diese beiden Sets angelegt habe. Ich schätze ich habe meine Lektion gelernt.

28. Februar 2016

Der Zeit voraus

Es ist Februar. Noch einen zusätzlichen Tag lang. Fair enough, schließlich ist dieser Monat in der Verteilung der Jahrestage extrem kurz gekommen, also gibt man ihm alle vier Jahre einen Extratag. Alle zwanzig Jahre aber wieder nicht. Dafür alle hundert Jahre. Jedoch alle tausend Jahre wieder nicht.

Ähnlich lange fühlt sich das Warten auf den Frühling an. Reine Selbsttäuschung, denn erfahrungsgemäß schneit es an Ostern, man ist aus lauter Vitamin D-gepushtem Optimismus ständig zu kühl angezogen und die Wildlederballerinas in Pastellfarben bekommen Wasserränder vom ewigen Regenwetter. Trotz dieses Wissens warten schon einige leichtere Kleider auf der Stange auf ihren allerersten Einsatz, denn alle tragen noch das Preisschildchen. Hier ein kleiner Sneak Peek auf das, was kommt:

Esprit - Mango - Esprit- Zara. Risikostreuung.

Mein Projekt dümpelt langsam vor sich hin, auch wenn ich gestern wieder einen massiven Erfolg verbuchen konnte und nun die Zahl der Kleiderbügel auf der Stange einstellig ist. Es ist schwer geworden, das eine oder andere trasparente Oberteil ist eventuell nicht für den Winter geeignet, außerdem fehlt mir anscheinend momentan der Nerv für Bleistiftröcke. Was den Rest angeht bin ich entspannt, die Mäntel kommen auf jeden Fall bei etwas mehr Sonnenschein zum Einsatz.

Da waren's nur noch neun - zuzüglich der fünf Bügel mit Neuware, zwei Sommerkleidern die ich nicht knicken will und zwei Pasminas, die meine Hosenbügel beschäftigen.

Die Glitzertasche muß immer noch auf den Einsatz warten, aber da bleibe ich stur. Es gibt Teile, die will man einfach haben und anschauen. Und anfassen. Ich gebe zu daß die Haptik für mich unglaublich wichtig ist. Was bringt mir ein Kleidungsstück, das mir wundervoll steht und toll aussieht, sich aber seltsam anfühlt?

Frühlings- und Sommerschuhe, noch eingeschachtelt.

Die drei letzten Mohikaner warten auf ihren Ruf zur Schlacht. Bei den beiden Pumps schätze ich die Wahrscheinlichkeit hoch ein, bei den Stiefeln bin ich mir nicht mehr so sicher. Irgendwie sehen sie altbacken aus, dabei haben sie einen wunderschönen Taupeton und sind aus Kalbsleder. Eine Verschwendung, sie nicht zu tragen. Vielleicht ist Taupe keine Farbe für Stiefel?

Mehr - Schals?

Da ich erkältet war sind hier lediglich Halstücher dazugekommen. Die Pullover gehen ein und aus, genauso wie die riesigen Strick-Cardigans. Wenn mir kalt ist dann richtig.

Zurücktreten!

Ich habe die Pullis und Tops nach hinten geschoben, weil ich beim Rauskramen der Anzüge immer mal wieder den Stapel umgeschmissen habe. Das ist keine dauerhafte Lösung, bis mir etwas besseres einfällt sieht das Abteil eben seltsam aus. Spontan habe ich eine roséfarbene Polyesterbluse rausgeschmissen und unter Quarantäne gestellt. Die Farbe ist schön und der Schnitt raffiniert, aber ich friere darin und man muß das Teil ständig waschen. Vielleicht gehe ich lieber komplett auf Viskose, Seide und Baumwolle. Eventuell Leinen.

Crowded attic.

Wenn man die Stapel auf dem Brett da oben anschaut scheine ich vor allem zwei Aktivitäten nachzugehen: schlafen und Sport treiben. Die Sportklamotten muß ich wohl mal etwas aussortieren, jetzt da neue dazugekommen sind. Im unteren Abteil ist ein Chiffonkleid von Vero Moda dazugekommen.

Schuhschrankpanorama.

Die Stapel sind fast alle weg, da in der Ecke warten noch zwei Sommertops und ein Langarmshirt, welches zu dünn ist für den Winter. Daneben einige Handschuhe, Schals und Mützen. Dann die Tüten mit Halstüchern, dann ein paar neue Socken und eine neue Sommerhose, die Abendtäschchen und eine Kiste mit Strumpfhosen. That's it, dann sind wir durch!

Tada!

Nichts hat sich getan! Die ultimative Businesschuh-Sammlung!

Verfrühter Gast.

Das Paar braune Lederloafer ist in einem Anfall von Frühlingsstimmung wieder in den Schrank gewandert und kommt gleich wieder weg. So warm ist es noch nicht. Alles andere wie gehabt.

Morgen ist der Monat vorbei, und es sind noch vier Monate bis zum Ende des Experiments. Mit der Zeit fällt es mir immer leichter, Dinge auszusortieren. Zum einen die, welche ich schon besitze, zum anderen aber auch jene, welche ich im virtuellen Warenkorb liegen habe und dann doch nicht bestelle. Ich bin kritischer geworden und kann besser einschätzen, was ich gern tragen werde und häufig benutze, und was mir nur als Idee gefällt. Wenn man wenig kauft und dafür aussortiert wird man auch ziemlich kompromißlos, was Qualität angeht. Im Moment schreibe ich an einem privaten Shoppingkompaß, in dem ich meine bevorzugten Marken für bestimmte Kleidungsteile aufliste. Darin enthalten auch eine Blacklist von Marken, die mich in Sachen Qualität oder Service enttäuscht haben. Den Reminder brauche ich, wenn ich wieder die Frühjahrskollektionen durchforste und so sehr in Versuchung gerate...




2. Februar 2016

Zivilisationsversager

Jo, people, ich hab 'nen Lauf.

Schauen wir uns mal an, wo ich dieses Jahr hinwollte: pro Monat ein neues Teil kaufen, das Geld dafür auf Ebay oder anderen Kanälen einnehmen und ansonsten nur noch Dinge ersetzen die kaputt gegangen sind oder rausfliegen weil mag nicht mehr. Behold das Ergebnis für den Monat Januar:

Januar 2016
That escalated quickly.
Aha! Alles Ersatz, und ich kanns beweisen: für das weinrote Samttop ging ein schwarzes Tubetop, denn alle meine Ausgeh-Oberteile sind, Überraschung, schwarz. Die Sportkleidung hat ausgediente Modelle ersetzt, die es wirklich nötig hatten. Ich hasse es, Sportklamotten zu kaufen. Das rote Langarmtop und die blaue Pyjamahose ersetzen ein graues Langarmtop und eine ausgediente Pyjamahose. Die schwarzweiße Stoffhose ersetzt eine zerschlissene Sommerhose, und die ockerbraune Stoffhose hat den albernsten Fehlkauf des vorletzten Jahres ersetzt: eine acid-washed-Jeans in schwarz und schwefelgrüngelb.

Was uns zum einzigen Neuzugang bringt, und der zeigt uns in der Collage oben freundlich den Hintern: eine blaue Stoffhose mit ganz feinem Muster von Esprit. Oder, wie ich sie nenne: meine Flugzeughose.

Ja, ich bin nun stolzer Besitzer einer Flugzeughose.

Man möchte meinen, es gäbe dringenderes auf meiner Liste. Ich brauche beispielsweise ein paar schwarze, schlichte T-Shirts mit V-Ausschnitt, weil ich kein einziges besitze und denke, das so ein Teil meine Garderobe bereichert. Gerne auch in hellgrau. Oder ein schmaler schwarzer Ledergürtel, weil mein Exemplar anfängt sich aufzulösen. Oder ein Paar nudefarbene halbhohe Pumps, weil ich die seit drei Jahren suche. Aber nein, es ist die Flugzeughose geworden, weil das anscheinend die dringendste Anschaffung ist.

Was ist denn nun eine Flugzeughose? Fragen wir MC Hammer.

Kleiner Scherz. Für zivilisationsverwöhnte Warmduscher wie mich stellt sich die Frage, was anziehen wenn eine Flugreise ansteht und man bequem und trotzdem gut angezogen im Flieger sitzen will während man sich acht Stunden lang wahllos Kinofilme ansieht oder versucht, eine Schlafposition zu finden die ohne größere Mengen Alkohol erträglich ist. Jeans sind unbequem, Jogginghosen asi. Also sucht man eine leichte (es könnte in den Sommerurlaub gehen, außerdem Gepäck leicht halten), dunkle (Turbulenzen und Orangensaft) und elegant aussehende Hose, in welcher der eigene Hintern nicht aussieht als hätte man eine Windel an. So einfach sich die Aufgabe anhört, sie ist gar nicht so leicht zu lösen. Ich habe es erst im dritten Jahr der Suche geschafft. Pro-Tip: in Kombination mit schlichten Highheels, Samttop und Blazer, dazu vielleicht eine flaschengrüne Wildlederclutch, läßt es sich auch hervorragend Cocktails in diesem Outfit trinken. Außerdem hab ich so vier Neuteile aufs Mal getragen, und das ohne daß ein Flugzeug in der Nähe gewesen wäre. Cheers!



Packungsbeilage: die Regeln
http://www.diefragmente.de/p/die-regeln.html

1. Februar 2016

Einstiegsdrogen

Heyho, wir reden wieder über Müll. Nichts macht den Start ins neue Jahr so fresh wie ein Haufen leerer Plastikverpackungen. Und schon geht es los:

Leer im Januar.

Wie immer mal wieder von links oben:

- innisfree Tuchmaske Shea-Butter: wenn der Winter endlich mal den ersehnten Schnee bringt und die Eiseskälte morgens beim Schokocroissant-Holen ins Gesicht peitscht hilft diese Maske kompetent mit, die trockene Gesichtshaut wieder streichelzart zu bekommen. Leider nach wie vor nur online bestellbar, bedeutet jedesmal eine Fahrt aufs Zollamt und einen frühmorgendlichen Austausch von gegähnten Fragen, aber das nehme ich für meinen Lieblingssüdkoreaer gern auf mich. I like!
- innisfree Tuchmaske Green Tea: nicht ganz dasselbe in grün, die Maske ist nicht so reichhaltig, bringt aber genauso viel Feuchtigkeit aufs Gesicht. Riecht außerdem gut, besonders in Kombination mit einer Entspannungs-CD.
- Balea Reinigungsöl: das Zeug ist the shit, kein Spaß. Kostet zwei fuffzich, hält gefühlt ein ganzes Jahr (war sicher ein gutes halbes) und kriegt ungerubbelt mein Augen-Makeup runter. Irritiert meine Lider nicht, was unter den Abschminkprodukten so ziemlich einmalig ist. Ich hoffe dm nimmt das Zeug nie aus dem Sortiment, sonst werde ich wochenlang "haushaltsübliche" Mengen hamsterkaufen. Und zwar jeden Tag. In allen Filialen in meinem Einzugsgebiet. Und das sind ne Menge.
- CD Deo irgendwas mit Glück: hat gut gerochen und sporadisch seinen Job erfüllt. Kann mir bitte jemand ein Deo ohne Aluminium und Alkohol empfehlen, was deodorisiert? Irgendwer?
- & other stories Body Wash Probe Floral Memento: roch gut, aber solange stories keine Versandkosten-Codes rausläßt oder seinen Mindestbestellwert für Porto-für-umme senkt kauf ich keine Duschgele dort.
- innisfree Green Tea Serum: zwei Proben lagen meiner letzten Bestellung bei, und der perfide Plan meines Drogerieprodukt-Dealers ist aufgegangen: nach der ersten Anwendung war klar daß ich die Fullsize haben muß. Der "kauf 10 bekomm 10 geschenkt"-Maskendeal hat sein übriges getan. Jetzt sitze ich auf 32 Tuchmasken und einer neuen Flasche Green Tea Serum. Dabei ist mein Brightening Serum noch nicht mal zu 10% leer. Was lern ich hier eigentlich?
- Kneipp Badekristalle zum Fröhlich-Fühlen: verbreiten mit der Kombi aus Blutorange und Pink Grapefruit wirklich gute Laune, auch wenn es erstmal befremdlich ist in eine Badewanne voll blutroter Flüssigkeit zu steigen.
- Alverde Augencreme Augentrost: der Traumpartner zum Balea Reinigungsöl, päppelt trockene Augenlider auf und hat bei mir noch nie zu brennender Haut geführt. Hält ewig. Auch hier werde ich gnadenlos horten, falls die Creme je aus dem dm-Sortiment fliegt.
- Le petit Marseillais Reflet brun Shampoo und Leave-in Conditioner mit Karité: was wie eine gute Idee klang hat sich als kapitaler Irrtum herausgestellt. Meine langen, extrem dicken Haare mögen keine Leave-In-Pasten. Oder ich bin zu blöd zum Verteilen. Die Haare im Nacken waren immer fettig, während die Deckhaare trocken und krisselig in alle möglichen und unmöglichen Richtungen abstanden. Daß so ein Zirkus mit meinen sonst pflegeleichten Haaren überhaupt möglich ist hätte ich nicht gedacht. Im Prinzip sind sie immer noch beleidigt und knoten sich ständig zusammen. Keine Experimente mehr, wir gehen zurück zum orangenen Balea (wie immer die Linie heißt).

Kosmetiktechnisch plane ich großspurig einen No-spend-Monat im Februar. Es ist alles in Mengen vorhanden, langsam kann ich für die Aufbewahrung in den Badezimmerschränken das Wort "Konzept" verwenden und zum Zollamt will ich schon schnell auch nicht wieder...

31. Januar 2016

Klappe

Man sagt unser größter Kritiker sind wir selbst. Das mag in den meisten Fällen richtig sein, und oft ist diese Kritik berechtigt und hilfreich, solange man sich nicht für alles und jedes kritisiert. Ich selbst habe leider das Pech, daß mein innerer Kritiker verdammt helle und eloquent ist. Und so hält er mir ständig süffisant formuliert vor, daß ich mich lieber mit meinen textilen Besitztümern beschäftige anstatt etwas Sinnvolles zu tun. Klavierspielen lernen zum Beispiel. Oder staubsaugen. Oder früh ins Bett gehen.

Da ich dann nichts zu schreiben hätte und sowieso eine Trotzreaktion gegen diese Art von Erwachsenen-Vernunft kultiviere mache ich dennoch weiter Fotos von Kleiderstangen und Schuhschränken. 

"Mit Lichterkette wirkt es gleich bloggermäßiger."
Frontalansicht, verrät noch nicht viel Neues auér daß die Stiefel immer noch warten müssen. Peeptoes und Slingpumps sind momentan einfach nicht das richtige Schuhwerk, aber ausgehen sollte ich mal wieder. Das beige-karierte Zarakleid wartet immer noch auf den Frühling.

Same same but different.

Zwei Kurzmäntel sind aus den Tiefen des Kellerschrankes aufgetaucht, genau wie eine Jeansjacke. Zwar ist es immer noch kalt da draußen, aber ich hatte den Wechsel schwarz-beige-schwarz-beige bei meinen Mantelfarben satt. Diese beiden sind lila und tintenblau, leider nicht die beste Qualität da vom Schweden, aber für die Übergangszeit (die hoffentlich bald kommt) warm genug.

More in fashion.
Die schicken Pumps kommen kaum zum Einsatz, da momentan alles hoch im Kurs steht was man auch mit warmen Socken tragen kann. Zwei Paar Stiefeletten stehen im Hausflur und werden mich noch vor ein Platzproblem stellen, denn da ist nur noch ein Stellplatz über.

Awaiting.

Platz für meine Sneakers und die zwei Paar Ausgehpumps, die noch vor dem Spiegel stehen. Wo das graue Paar Stiefel noch Platz finden soll weiß ich selbst nicht. Vielleicht trenne ich mich doch noch von dem vernünftigen flachen Paar ganz links? Decisions...

Perspektivwechsel, trifft die Farben besser.

Man sieht es nicht aber von der Stange sind ein marineblauer Strickcardigan und das Paar schwarze spitze Pumps verschwunden, genauso wie eine Neuerwerbung, über die ich noch schreiben werde. Die leichten Kleider warten auf den Frühling, ich denke es lohnt sich nicht sie nochmal wegzupacken. Die Mäntel haben jedoch keine andere Chance mehr, was in diesem Winter nicht getragen wird ist raus.

Assorted shades.

Hoppla, was Neues! Ich habe spontan beschlossen, daß der Mensch maximal 10 Sonnenbrillen braucht, und entsprechend ausgeastet. Sonnenbrillenetuis habe ich noch vier, davon sind zwei schon mit Inhalt in die aktuell genutzten Handtaschen verschwunden. Die Duftkerze ist natürlich ein Blogger-Muß und brennt nicht, weil ich das total ironisch meine. Nicht. Oder doch. Whatever.

Das sollte fotogener sein.

Was hier dazukommt ist eh kaum zu erkennen, deshalb helfe ich Sherlock mal nach: ganz links hängt ein weinrotes Samt-Spaghettiträgertop. Man sollte meinen das sei das Letzte, was eine Frau mit Oberweite benötigt, aber es steht mir doch verblüffend gut. In Kombination mit einem schwarzen Blazer, einer Edel-Stoffhose und den spitzen Pumps geradezu fashion forward.

Mei, wie farbenfroh.

Nichts hat sich getan. Wenn ich bedenke wie viel Zeit ich in Arbeitskleidung verbringe sollte ich meinen Fokus vielleicht darauf richten, hier mal etwas Spaß reinzubekommen. Der lila Mantel ist ein Anfang. Mango hat gerade einen türkisgrünen Samtanzug im Angebot...

Das vernachlässigte dritte Abteil.

So schön groß dieser Schrank auch ist, ich hätte gern wieder einen mit einer einzigen Kleiderstange. Oder eben eine, die etwas länger ist. Das sieht immer so gedrängt aus... in der Zwischenzeit habe ich irgendwann mal den Poncho getragen, und sogar eine Garnitur Sportkleidung. Leider bleibt das hier eine Baustelle, ich weiß noch nicht recht wie ich organisieren soll.


Fazit erster Monat im neuen Jahr: die Kleidung vor dem Schrank nimmt nach wie vor kontinuierlich ab, was mich beruhigt. Ich rechne trotzdem damit, daß demnächst der tote Punkt kommt und ich Zero Erfolg verbuchen muß. Außerdem habe ich mein Budget für diesen Monat relativ fix ausgegeben, wobei 80% Austausch-Käufe waren und ich froh bin über die erweiterte Vielfalt in ein paar Kategorien. So ungern es der Möchtegern-Minimalist sagt: Neues beflügelt auch die Phantasie, Altes anders zu sehen.