7. Oktober 2009

Little Australia

Tag drei - Kangaroo Island

Viel zu früh am Morgen (sieben Uhr! Noch nicht mal die Espressomaschine im Cafe 31 war wach!) rollte unser Holden auf der linken Spur (meistens) Richtung Süden, um die 9 Uhr-Fähre zu erwischen. Ziel heute war Kangaroo Island, das als Australien in Miniaturformat gilt und jede Menge essbarer und nicht essbarer Tiere beherbergt.

Eine Gattung findet man, wenn man diesem Steg in der Nähe von Admirals Arch folgt:



Seelöwen. Hauptsächlich schlafende, manche plantschen auch im warmen Wasser, das sich in Felsspalten gesammelt hatte, die Jungtiere vollführten eine Art Wettspringen aus dem Wasser, insgesamt recht viel los für umsonst. Vielleicht folgt ein kleines Video hierzu.




Nicht nur windig, sondern auch sehr hell. Ich Depp hab meine Sonnenbrille in Deutschland vergessen und muß schleunigst für Ersatz sorgen.

Eigentlich auf der Suche nach Koalas begegneten wir dann diesen beiden:

Eines der Tiere war offensichtlich schwanger. Touristen anscheinend gewöhnt fraßen sie relativ gelassen vor sich hin. Ganz aufgeregt war allerdings dieser Geselle:

Ein Koala, der sich nicht nur bewegt, sondern von Ast zu Ast springt! Sozusagen auf Speed. Sehr ungewöhnlich, ich kenne die Viecher nur schlafend und fressend. Und putzig aussehen können sie noch, damit haben sich ihre Talente allerdings erschöpft.

Die Bleibe für die Nacht auf der Insel war das Seaside Inn, mein erstes Motel. Ich fands cool, auch wenn die Inneneinrichtung auf Dauer blind macht.





5. Oktober 2009

Chai Latte

Tag zwei - Glenelg

Dieses Palindrom (ja, ich bin schon wieder hellwach!) stellt den Küstenort von Adelaide dar. Die Promenade ist bequem mit der Straßenbahn zu erreichen, die eine Ewigkeit braucht und dem gestressten Europäer gleich einmal den Austalian Way of Life beibringt (No worries). Der Ort selbst hat das Flair einer englischen Küstengemeinde, nur entspannter. Alle nennen Dich hier "Darling", und das Essen ist auch besser. Vor allem die Chai Latte, die eventuell meine Cappuccinosucht beenden wird. Eventuell.

Die Möwen sind frech wie Oskar und gut organisiert. Fressen tun sie alles, was man gerade zum Mittagessen verspeisen will, ob es nur Obst ist oder eine Tüte Chips. Auch vor Hamburgern machen sie nicht halt, also beware!



Es war sehr windig an diesem Tag in Glenelg. Es ist jeden Tag sehr windig in Glenelg.





Das ist jetzt mein Desktophintergrund. Beat that!

Birthday-Special: Leider kann ich heute bei der Party des Jahres nicht dabei sein (anderes Ende der Welt und so): Steffis Oktoberfest. Insofern alles Liebe und Gute, laß es ordentlich krachen und versau es Dir gründlich mit allen Nachbarn! :-)


Cheers Mate!

Tag eins - Adelaide

Nein, keine Fotos von diesem Tag. Ich stand so neben mir daß ich mir ständig selbst widersprochen habe - sozusagen ein endloses Streitgespräch. Ankunft, Essen, Dusche, Bett. Vierzehn Stunden durchgeschlafen, das ist selbst für mich ein Rekord.

Wie gutgelaunt Australier selbst auf orientierungslose grummelige Touristen reagieren habe ich am Adelaide River festgestellt, als mich ein Radfahrer nicht angeschnauzt hat, aus dem Weg zu gehen, sondern sich fröhlich bedankte ("Cheers Mate") sobald ich nach links gewankt war.

4. Oktober 2009

Nathan Road

Tag Null - Hong Kong

Der neue Flughafen der Stadt befindet sich außerhalb - weit außerhalb. Keine Panikattaken mehr beim Landeanflug, kein Beinahe-Streifen der Wolkenkratzer mit der Spitze der Flügel oder dem ausgefahrenen Triebwerk. Schade.

Bedauerlicherweise hat sich die allgemeine Planlosigkeit, die den Chinesen nachgesagt wird, der Innenstadt bemächtigt, und so ist es ein Leichtes, sich zu verlaufen. Sogar im Inneren einer Shoppingmall. Praktischerweise haben europäische Alltäglichkeiten, wie das Organic Food Cafe mit Internetterminal auch den Weg nach Siang Gang gefunden, so ist zum Beispiel das Bloggen trotz Jetlag problemlos möglich, sofern man den allzu bequemen Sesseln im Schaufenster auf Dauer entkommen kann. Für mich eine schier unlösbare Aufgabe.


In 13 Jahren hat sich die Stadt verändert, nicht aber die Nathan Road. Nach wie vor lohnt sich das erbitterte Handeln und Feilschen mit den Elektronikhändlern, und wenn man den Laden verläßt und von Ihnen verfolgt wird weiß man, daß der Preis annehmbar ist, und zwar für beide Seiten. Echte Rolex mit Zertifikat werden an jeder Straßenecke verkauft, und jede Marke, die etwas auf sich hält, findet hier ihre exakte Kopie (natürlich mit kleiner Modifikation, die Chinesen sehen das Fälschen als eine Art Hommage) wieder.

Iceberg Coffee - sieht seltsam aus, ist sehr kalt, schmeckt prima.