30. April 2017

Dafuq did I just watch?

Manchmal, nicht sonderlich oft, schnappe ich irgendwo ein Lied auf. In einem Youtube-Video, im Radio oder vorgeschlagen auf meiner Spotify-List. Die Melodie spielt von alleine in meinem Kopf, ab und zu verstehe ich sogar den kompletten Text und irgendwann singe ich mit. Es landet auf einer Playlist und dudelt den ganzen Frühling/Sommer/Herbst/Winter in meinem Kopfhörer.

Und dann kommt der Tag an dem ich das Musikvideo dazu anschaue.

Man könnte meinen es gibt nur zwei Optionen, entweder ist das Video so geil wie das Lied (Rhianna Disturbia) oder es kackt komplett dagegen ab oder sorgt dafür daß man das Lied nie wieder hört (Jungle Drum, Interpret zu Recht vergessen). Heute zeige ich eine dritte Variante: wenn man nach dem Video dasitzt und sich fragt was zum Teufel man gerade gesehen hat.


Mito Hatori: Barracuda (Quelle natürlich Youtube)

Die Bontempi-Orgel im Hintergrund täuscht, es ist kein niedliches Retrolied mit Wohlfühlbotschaft. Sosehr ich die Ästhetik der Farben und Formen liebe, ich träume manchmal seltsame Sachen nachdem ich das Video gesehen habe.


Tame Impala: The less I know the better

Das Video erzählt eine Geschichte in zerbrechlichen sommerlichen Pastellfarben, aber es geht gleich mal explizit zur Sache und wird immer seltsamer. Schöne Menschen die verwirrende Dinge tun und ein melancholischer Soundtrack sorgen für Bilder, über die man zu viel und zu oft nachdenkt.


El Guincho: Bombay

Das muß Kunst sein. Wer von den zwei ersten Videos noch nicht komplett aus der Spur getragen worden ist bekommt hier auf Spanisch den Rest. El Guincho singt eigentlich über eine verflossene Liebe, setzt aber in schneller Folge Bilder zur Melodie welche so symbolgeladen sind daß man mit dem Denken nicht mehr hinterherkommt und nur noch Fühlen kann. Das hallt lange nach. Damit muß man umgehen können.

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